Streit um Metrorapid in NRW
Union will kein Geld geben für "S-Bahn auf Stelzen"

Eine unionsgeführte Bundesregierung würde nach den Worten von CDU/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz die in Nordrhein-Westfalen geplante Metrorapid-Verbindung zwischen Düsseldorf und Dortmund nicht mit Bundesgeldern fördern. Landespolitiker von SPD, FDP und auch Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) kritisierten die Äußerungen.

rtr DÜSSELDORF. Für eine "S-Bahn auf Stelzen" werde es keinen Zuschuss aus dem Bundeshaushalt geben, kündigte Merz am Mittwoch in Düsseldorf für den Fall eines Sieges der Union bei der Bundestagswahl im September an. Das von der Landesregierung angestoßene Projekt einer Verbindung zwischen Düsseldorf und Dortmund sei "wirklicher Unfug und nicht realisierbar", sagte Merz weiter. Die bisherigen Förderzusagen des Bundes betrachte die Union als nicht bindend. Die zweite geplante Metrorapidstrecke in Bayern mache dagegen Sinn.

Bodewig (SPD) warf März vor, mit seinen Äußerungen fahrlässig eine wichtige Zukunftstechnologie zu gefährden. Die Bundesregierung bleibe bei ihren Förder-Zusagen. Der nordrhein- westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) sagte, die Erklärungen des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden richteten sich gegen Nordrhein-Westfalen. Selbst Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) habe erklärt, es sei unverantwortlich, mit irreführenden Darstellungen Stimmungen gegen den Transrapid zu machen. Er rate Merz zu einem Gespräch mit Stoiber. Der FDP - Landeschef Jürgen Möllemann warf Merz vor, die wirtschafts- und verkehrspolitische Bedeutung des Metrorapid für Nordrhein-Westfalen zu verkennen.

Bodewig will den Metrorapid in Nordrhein-Westfalen mit 1,75 Mrd. ? fördern. Die Magnetschwebebahn soll von ThyssenKrupp und Siemens gebaut werden.

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