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Streit um Mindestlohn: SPD-Beck dafür, Dihk lehnt ab

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (Dihk), Ludwig Georg Braun, hat das Ansinnen der Gewerkschaften zurückgewiesen, in Deutschland branchenbezogene Mindestlöhne einzuführen.

dpa BERLIN. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (Dihk), Ludwig Georg Braun, hat das Ansinnen der Gewerkschaften zurückgewiesen, in Deutschland branchenbezogene Mindestlöhne einzuführen.

Davon halte er nichts, sagte Braun der "Berliner Zeitung" und fügte hinzu: "Das würde unsere ohnehin hochregulierte Arbeitswelt noch inflexibler machen. Und es hätte eine steigende Arbeitslosigkeit gerade unter gering Qualifizierten zur Folge".

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck begrüßte die Überlegungen der Gewerkschaften dagegen ausdrücklich: "Die Richtung dieses Vorschlages stimmt", sagte Beck der Zeitung. Die Tarifpolitiker der DGB-Gewerkschaften hatten ihren Spitzengremien ein Modell empfohlen, nach dem die Regierung künftig in jeder Branche die tariflichen Mindestlöhne zur gesetzlichen Norm erheben soll.

Über die Höhe eines solchen Lohns sagte der SPD-Vize: "Es muss deutlich mehr sein, als man über Sozialhilfe und Transfers erreichen kann. Und es muss in den Größenordnungen der unteren Einkommensgruppen liegen, die wir derzeit tariflich oder nach ortsüblichen Löhnen kennen."

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