Streit um Rahmentarif
Bautarifverhandlungen wieder festgefahren

Die Verhandlungen im Tarifkonflikt der Baubranche haben sich nach optimistischen Signalen am frühen Dienstagmorgen wieder festgefahren.

dpa WIESBADEN. Die vom CDU-Politiker Heiner Geißler moderierten Gespräche drehten sich um Details des Rahmentarifvertrags, erklärten Sprecher der Gewerkschaft IG BAU und der Arbeitgeber. Dabei gehe es um die Definition von Berufsgruppen.

In der Nacht hatte es aus Kreisen der Arbeitgeber geheißen, eine Entscheidung stehe kurz bevor. Die Gewerkschaft fordert für die rund 850 000 Beschäftigten 4,5 % mehr Geld, die Arbeitgeber haben zuletzt für 2002 und 2003 eine stufenweise Anhebung um 3,0 und 2,1 % angeboten.

Um den Einigungsdruck zu erhöhen, will die Gewerkschaft am heutigen Dienstag ihre Streiks ausdehnen. 350 meist kleinere Baustellen mit zusammen gut 1 000 Beschäftigten sollen hinzukommen, sagte IG BAU-Sprecher Michael Knoche am frühen Morgen. Damit wären etwa 31 000 Bauarbeiter auf bundesweit 2800 Baustellen im Ausstand. Ohne eine Einigung würden die Anfang vergangener Woche begonnen Streiks am Mittwoch weiter ausgedehnt.

Nach Berechnungen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie bedeutet ein Streiktag mit 40 000 Teilnehmern Umsatzeinbußen von 20 Mill. Euro. Ein echter Schaden entstehe jedoch erst bei einem längeren Andauern des Arbeitskampfs, sagte Verbandssprecher Heiko Stiepelmann: "Solange es bei wenigen Streiktagen bleibt, kann man das nacharbeiten."

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