Streit um Seegefecht
Nordkorea beschuldigt die USA

Nordkorea hat den USA vorgeworfen, das Seegefecht zwischen Süd- und Nordkorea im Gelben Meer organisiert zu haben, um die Beziehungen zwischen den beiden geteilten Staaten zu unterlaufen.

Reuters SEOUL. Das nordkoreanische Außenministerium teilte einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA zufolge am Montagabend mit, es sei widersinnig, wenn die USA Nordkorea eine "bewaffnete Provokation" vorwürfen. Die USA wiesen die Darstellung Nordkoreas umgehend zurück. Am Samstag waren bei dem Gefecht vier südkoreanische Seeleute und eine unbekannte Zahl Nordkoreaner getötet worden.

"Alle Fakten beweisen eindeutig, dass der Vorfall von den USA organisiert war, um einen Keil zwischen den Norden und den Süden Koreas zu treiben, weil ihnen der Fortschritt in den inner-koreanischen Beziehungen missfällt", teilte das nordkoreanische Außenministerium mit.

"Der Vorwurf ist vollkommen falsch", sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums in Washington. Weitere Angaben machte sie jedoch nicht.

Kim Dae Jung hält an Aussöhnungspolitik fest

Der südkoreanische Präsident Kim Dae Jung versicherte am Montag nach Gesprächen in Tokio, er wolle an der Aussöhnungspolitik mit dem kommunistischen Nordkorea festhalten.

Der südkoreanische Verteidigungsminister Kim Dong Shin war am Montag mit dem Kommandeur der US-Truppen in seinem Land, General Leon LaPorte, zusammengekomen, um das weitere Vorgehen nach dem Seegefecht zu beraten. Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums sagte nach dem Treffen, die USA hätten zugesagt, die Überwachung Nordkoreas zu verstärken. Wahrscheinlich würden die USA weitere Aufklärungsflugzeuge in die Nähe der entmilitarisierten Zone bringen, die die koreanische Halbinsel teilt. Die USA haben 37 000 Soldaten in Südkorea stationiert. LaPorte befehligt auch die gemeinsamen Truppen der USA und Südkoreas.

Korea ist seit dem Ende des Korea-Krieges (1950-53) geteilt. Beide Staaten haben bislang keinen Friedensvertrag abgeschlossen. Im Juni 2000 hatten sich Kim Dae Jung und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il auf eine Reihe von Maßnahmen zur Annäherung zwischen beiden Staaten geeinigt.

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