Streit um sportliche Führung
Lautern muss um Halbfinale zittern

Die Pfälzer kamen im Hinspiel am Sonntag nur zu einem 2:1 (2:0) gegen FK Teplice.

HB KAISERSLAUTERN. Der 1. FC Kaiserslautern muss um den Einzug in das UI-Cup-Halbfinale zittern. Ein von Hany Ramzy verursachter Foulelfmeter, den Pavel Horvath in der Schlussminute für die Tschechen verwandelte, kostete den Fußball-Bundesligisten eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Samstag. Mario Basler erzielte zwei kuriose Treffer (4./38.) für die Lauterer, bei denen es hinter den Kulissen gewaltig brodelt. Vorstandchef Jürgen Friedrich hat für Montag auf Grund der enttäuschenden Saisonvorbereitung personelle Konsequenzen in der sportlichen Führung angekündigt.

Kurz nach dem Anpfiff zog Basler vor 15 000 Zuschauern im Fritz- Walter-Stadion nach einem Rückpass des stark aufspielenden Lincoln aus etwa 20 Metern Entfernung unhaltbar für den Teplicer Torwart Tomas Postulka ab. Sieben Minuten vor dem Pausenpfiff zeigte Basler erneut seine Schlitzohrigkeit, als ein verunglückter Abschlag Postulkas bei ihm an der Außenlinie landete. Mit einem Heber überlistete er den Keeper und einen gegnerischen Abwehrspieler auf der Torlinie. Aber auch die technisch starken Teplicer hatten vor und nach der Pause ihre Chancen. Ludek Zelenka (25./42.) hatte den Ausgleich jeweils auf dem Fuß. In der zweiten Hälfte erkannte der Schiedsrichter Abseitstore von Zelenka (50.) und Radek Divetzky (57.) nicht an.

Derweil rumort es bei den Pfälzern abseits des Rasens mächtig. FCK-Chef Friedrich war in der vergangenen Woche ins Trainingslager ins österreichische Seefeld gereist, nachdem die ohnehin mäßige Saisonvorbereitung des 1. FCK in der 2:6-Schlappe gegen Fenerbahce Istanbul beim Alpen-Cup gipfelte. In der "Rheinpfalz" (Samstag- Ausgabe) kündigte er für Montag personelle Konsequenzen im Trainerteam an. Die Frage ist nun, ob es Teamchef Brehme oder Cheftrainer Reinhard Stumpf trifft. Derzeit entzündet sich der Streit an Stumpf. Mannschaftsarzt Hans-Werner Schmalenbach gibt dem Ex-Profi indirekt sogar die Schuld für den Ausfall von Neuzugang Christian Timm. Stumpf habe den ehemaligen Kölner entgegen der medizinischen Anordnung zum Lauftraining "genötigt".

Der 23-jährige Stürmer war am vergangenen Montag vorzeitig aus dem Trainingslager abgereist und hatte sich zur Behandlung zu Physiotherapeut Klaus Eder nach Donaustauf begeben. Für Schmalenbach war damit die "Spitze des Eisberges" erreicht. Aber auch Brehme, der nach dem Wunsch des Aufsichtsrates die Federführung im Trainerstab behalten soll, ist nicht mehr unantastbar. Kapitän Thomas Hengen hatte im Trainingslager sein Amt niedergelegt, da er die nötige Rückendeckung durch seinen schon zum Ende der vergangenen Saison umstrittenen Teamchef vermisste. Brehme soll sich zudem nicht wie von der Vereinsspitze erwartet in die Trainingsarbeit eingeschaltet haben.

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