Streit um Tarifpolitik überschattet Start der neuen Altersvorsorge
Zwickel schraubt Lohnforderung hoch

Sechs Wochen vor Beginn der Tarifrunde 2002 verhärten sich die Fronten zwischen IG Metall und Arbeitgebern weiter. Gewerkschaftschef Klaus Zwickel korrigierte die am 10. Dezember beschlossene Bandbreite für die Lohnforderung gestern indirekt nach oben: Die IG Metall werde wohl Lohnerhöhungen von sechs bis sieben Prozent verlangen, sagte er in Berlin. Zuvor hatte die IG-Metall-Führung eine Bandbreite von fünf bis sieben Prozent für die Forderung vorgegeben, die am 28. Januar endgültig beschlossen werden soll.

dc/sm DÜSSELDORF/BERLIN. Den Auslöser für Zwickels neue Festlegung lieferte der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser. Dieser warf der IG Metall vor, sie müsse bei ihrer Forderungsempfehlung "von allen guten Geistern verlassen gewesen sein". Die "bösen Geister" würden mit aller Entschiedenheit bekämpft. Zwickel konterte, wenn die Gewerkschaftsmitglieder durch Äußerungen der Arbeitgeberseite als Geister gerufen würden, "dann werde sie diese nicht mehr los".

Gemeinsam stellten Zwickel und Kannegiesser gestern das Konzept für die neue "Metallrente" vor. Die tarifvertraglich geregelte Zusatz-Altersversorgung für die Metall- und Elektroindustrie soll im Auftrag der Tarifprateien von einem Konsortium unter der Leitung der Allianz AG organisiert werden.

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