Streit um US-Raketenabwehr
China und USA nehmen Rüstungskontrollgespräche wieder auf

afp PEKING. USA und China haben am Freitag in Peking zum ersten Mal seit der Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad vor 14 Monaten ihre Rüstungskontrollgespräche wieder aufgenommen. Nach Angaben der US-Botschaft begannen am Morgen die zweitägigen Gespräche zwischen dem US-Beauftragten John Holum und den chinesischen Unterhändlern. Im Mittelpunkt der Unterredungen dürfte das geplante US-Raketenabwehrsystem NMD stehen, das außer von Russland und von China auch von NATO-Staaten wie Frankreich und Deutschland kritisiert wird. Ein wichtiger Test des Raketen-Schildes ist für Freitagabend (Samstagfrüh MESZ) vorgesehen

.

US-Verteidigungsminister William Cohen will in der kommenden Woche erstmals seit dem Kosovo-Krieg wieder die Volksrepublik besuchen. Aus Protest gegen die NATO-Bombardierung der Botschaft in Belgrad hatte China damals alle bilateralen Gespräche über Menschenrechtsfragen und Abrüstung auf Eis gelegt. Bei dem nach NATO-Angaben versehentlichen Luftangriff am 7. Mai 1999 waren drei Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden.

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