Streit um Werbekampagne
Post darf nicht mehr mit "P-Aktie" werben

Die Deutsche Telekom hat sich die Rechte auf den Begriff "P-Aktie" gesichert, weil sie Verwechslungen mit der "T-Aktie" befürchtet. Nun will die Post ihre Werbespots ändern.

Reuters TROISDORF. Mit Gelassenheit und Ironie hat die Deutsche Post den Streit um den von ihr in Werbespots verwendeten Begriff "P-Aktie aufgenommen. Die Angelegenheit sei "relativ undramatisch", sagte der Kommunikationschef der Deutschen Post, Gert Schukies am Freitag am Rande einer Werbekampagne in Spich bei Troisdorf. Die Post werde ihre Werbespots ändern. Am Fahrplan für den Börsengang für die Post werde sich wegen des Streits um den Begriff "P-Aktie" nichts ändern.

Die Post verwendet seit dieser Woche in ihren Werbespots für den im Herbst geplanten Börsengang den Begriff "P-Aktie". Die Deutsche Telekom hat sich allerdings den Ausdruck "P-Aktie" aufgrund der Nähe zu dem von ihr verwendeten Begriff "T-Aktie" schützen lassen. Daher forderte die Telekom die Post auf, nicht mehr mit dem Begriff "P-Aktie" zu werben.

Post-Sprecher Schukies merkte zu dem Streit mit der Telekom ironisch an: "Ich glaube, die Telekom hat sich alle hellen Konsonanten schützen lassen". Die Post denke jedoch nicht daran, die Rechte an der P-Aktie zu erwerben, sondern werde ihre Werbespots ändern. Die Telekom hat sich eigenen Angaben zufolge den seit ihrem Börsengang 1996 genutzten Begriff "T-Aktie" als Markenfamilie schützen lassen. Nach ihrer Darstellung sind damit auch gleichklingende Begriffe wie "P-Aktie" oder "B-Aktie" geschützt und dürfen nicht ohne ihre Zustimmung genutzt werden. Bei einem möglichen Börsengang der Deutschen Bahn[DBN.UL] würde daher voraussichtlich auch Werbung mit dem Begriff "B-Aktie" die Markenrechte der Telekom verletzten. Ob und mit welchem neuen Begriff die Deutsche Post künftig ihren Börsengang bewerben wird, sagte Schukies nicht.

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