Streit wegen Hauptversammlung
Vivendi: Gericht bestätigt Abstimmungsstörung

Das französisch-amerikanische Medienunternehmen Vivendi Universal wird nach einem Beschluss des Pariser Handelsgerichts seine diesjährige Hauptversammlung wiederholen. Das Gericht bestätigte eine Funktionsstörung bei der Abstimmung auf dem Aktionärstreffen am 24. April, teilte Vivendi Universal in Paris mit.

dpa PARIS. Das Unternehmen hat inzwischen Klage gegen Unbekannt wegen Betrugsverdachts eingereicht. Die elektronische Abstimmung sei möglicherweise von Hackern manipuliert worden. Vivendi-Chef Jean-Marie Messier hatte auf der Hauptversammlung trotz starker Kritik seinen Jahresabschluss durchgebracht. Wegen hoher Sonderabschreibungen im Zuge teurer Übernahmen war 2001 ein Rekordverlust von 13,6 Milliarden Euro entstanden.

Bei der Abstimmung gab es einen ungewöhnlich hohen Prozentsatz von Enthaltungen, die nach Angaben von Vivendi Anlass zu dem Verdacht der Manipulierung gegeben haben. Bei der Wiederholung der Versammlung, die für Anfang Juni vorgesehen ist, dürfte erneut über einen Aktien-Optionsplan abgestimmt werden, der zusätzliche Anreize für das leitende Management bieten soll und den die Kleinaktionäre abgelehnt hatten.

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