Streit zwischen Eigentümern
Herz steigt bei Tchibo aus

Nach jahrelangem Streit zwischen den Eigentümern des Hamburger Tchibo-Konzerns ziehen sich die Anteilseigner Günter Herz und seine Schwester Daniela nach Informationen aus Industriekreisen aus dem Unternehmen zurück.

Reuters FRANKFURT. Günter Herz, der lange Jahre Konzernchef war, werde die zusammen mit seiner Schwester gehaltenen 39 % an der Tchibo-Holding abgeben, hieß es am Montag aus den Kreisen, die damit einen Bericht des "Manager Magazin" weitgehend bestätigten. "Der Ausstieg von Günter und Daniela wird innerhalb der Familie geregelt. Es wird kein Fremder die Anteile übernehmen", hieß es in den Kreisen. Offen sei aber, welche Regelung für die Übernahme der Anteile getroffen werde. Die anderen Herz-Brüder, Michael, Wolfgang und Joachim, haben ihre Anteile von 51 % gepoolt. Die restlichen zehn Prozent hält die Mutter der Familie.

Die Kreise wiesen darauf hin, dass der Rückzug der beiden Geschwister im Zusammenhang mit der Zukunft der Beteiligung an Beiersdorf wichtig sei. Auf der Seite der Aktionäre würde nun mehr Ruhe einkehren, hieß es. Bislang hatten sich die Geschwister gegenseitig blockiert und sich unter anderem nicht über eine mögliche Aufstockung des 30-prozentigen Anteils an dem Nivea-Hersteller einigen können. Die Allianz ist an Beiersdorf mit 44 % beteiligt. Tchibo hatte im vergangenen Jahr den Zigarettenkonzern Reemtsma für rund fünf Mrd. ? an die britische Imperial Tobacco verkauft. Das Geld wurde bislang nicht wieder investiert.

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