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Streit zwischen Fraport und philippinischer Regierung geht in neue Runde

Der Streit zwischen dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und der philippinischen Regierung um eine Entschädigung für das geplatzte Terminal-Projekt in Manila geht in eine neue Runde.

dpa-afx FRANKFURT. Der Streit zwischen dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und der philippinischen Regierung um eine Entschädigung für das geplatzte Terminal-Projekt in Manila geht in eine neue Runde.

"Die philippinische Regierung hat heute in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass sie bei einem philippinischen Gericht ein Verfahren zur Enteignung des Terminals drei am Flughafen in Manila eingeleitet hat", meldete die im MDax notierte Fraport AG am Dienstag. Das Verfahren vor einem philippinischen Gericht sei ein "eklatanter Rechtsbruch", der den Anspruch des Flughafenbetreibers auf eine Entschädigung nach dem deutsch-philippinischen Investitionsschutzabkommen stärke.

Der Versuch von Fraport, vor der Weltbank in Washington den entstandenen Schaden durch das geplatzte Projekt von der philippinischen Regierung zurückzubekommen, sei von einer Entscheidung der philippinischen Gerichte nicht beeinträchtigt, betonte Fraport. Denn vor der Weltbank gelte internationales Recht.

Am Morgen hatte Handels- und Industrieminister Cesar Purisima angekündigt, die Regierung wolle im ersten Halbjahr kommenden Jahres das Terminal übernehmen. "Mit der Enteignung kann die Regierung nun das Gebäude übernehmen und den Betrieb ausschreiben. Wir können nicht erlauben, das wichtige Infrastuktur verrottet." Der entsprechende Antrag auf Enteignung sei vor dem regionalen Berufungsgericht in Pasay gestellt worden. Das von der Fraport geführte Betreiberkonsortium Piatco fordert nach dem Scheitern des Projekts von der Regierung mehr als 500 Mill. Dollar Baukosten zurück.

Der 2003 geplatzte Betrieb der Abfertigungshalle auf dem internationalen Flughafen in Manila hatte zu Millionen-Abschreibungen geführt.

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