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Streit zwischen Schröder und Glos ausgeräumt

Der Streit um Plaudereien von Unions-Fraktionsvize Michael Glos (CSU) über vertrauliche Gespräche im Kanzleramt ist ausgeräumt. Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye sagte am Freitag in Berlin, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Glos hätten am Donnerstag am Rande der Bundestagssitzung miteinander gesprochen.

ddp BERLIN/PASSAU. Dabei sei der Vorgang zu den Akten gelegt worden. Heye fügte hinzu, er vermute, dass dies "nicht auf Wiedervorlage" geschehen sei.

Glos war vorgeworfen worden, vertrauliche Gesprächsinhalte aus dem Kanzleramt über einen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ausgeplaudert zu haben. Heye hatte dazu gesagt, Bundeskanzler Schröder habe daraufhin mit seiner Äußerung zu möglichen Bundeswehreinsätzen auf Glos reagiert. Glos will sich dagegen zeitgleich mit Schröder geäußert haben.

Gelassen reagierte Heye auf persönliche Angriffe von Glos in einem Zeitungsinterview. Heye sagte, wer "derart brachiale Nebenkerzen wirft, muss dafür auch Gründe haben". Glos hatte in dem Interview über den Vorfall gesagt: "Regierungssprecher Heye betätigt sich entweder als regierungsamtlicher Nachrichtenfälscher oder ist falsch unterrichtet worden." Als Parteisoldat habe Heye "Nebelgranaten verschossen, um von den Schwierigkeiten von Rot-Grün abzulenken".

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