Streit zwischen USA und Russland: Geld für die Nach-Saddam-Ära ist schon gedruckt

Streit zwischen USA und Russland
Geld für die Nach-Saddam-Ära ist schon gedruckt

Neue Dinare für den Irak nach dem Sturz Saddams - ohne Portrait des Diktators - sind bereits gedruckt. Sobald die USA die Herrschaft in Bagdad erkämpft haben, sollen sie die neue irakische Währung werden. Damit setzt das Weiße Haus seinen Alleingang im Mittleren Osten fort.

mbr MOSKAU. Denn die neue irakischen Banknoten, die wie die alten Dinare heißen, seien auf Bestellung der USA hergestellt worden. Das sagten gut informierte arabische Quellen der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass.

Als Vorbild für die neuen Scheine dienen in den 1980er Jahren aus dem Verkehr gezogene Scheine. Druckstöcke dafür lagern noch in Syrien und Jordanien. Die bisher gültigen Dinare sind seit 1985 im Umlauf. Die Hussein-Portraits dafür waren von sowjetischen Künstlern gezeichnet worden und die Banknoten in der Sowjetunion gedruckt worden - wie auch das Geld für das Afghanistan der Nach-Taliban-Ära. Diese Afghani waren zuerst nur für die von der so genannten oppositionellen Nord-Allianz gehaltenen Territorien des Landes gedacht. Sie gelten seit dem Sturz des islamistischen Taliban-Regimes in Kabul aber landesweit.

Russland wirft derweil den USA vor, allein - und wie im Krieg ohne Kooperation mit den Vereinten Nationen - über das weitere Schicksal des Irak entscheiden zu wollen. So fürchten russische Ölfirmen, ihre unter Saddam vereinbarten Förderabkommen nicht realisieren zu können, wenn ein amerika-freundliches Regime in Bagdad ans Ruder komme.

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