Streitkräfte verringern nach Unruhen Präsenz in Manila
Ausnahmezustand in Manila wird aufgehoben

Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat am Sonntag den Notstand für die Hauptstadt Manila wieder aufgehoben. Er war am 1. Mai erlassen worden, nachdem tausende von Menschen gewaltsam vor dem Regierungssitz für de Freilassung des inhaftierten Ex-Präsidenten Joseph Estrada demonstriert hatten.

dpa MANILA. Der Sonntag wurde in Manila überschattet durch den neuen Gewaltakt in einem belebten Einkaufszentrum am Rande der Stadt. Juwelenräuber warfen bei ihrer Flucht eine Granate in das Shopping Center. Dabei wurden nach Polizeiangaben mindestens 30 Menschen verletzt. "Nach unseren ersten Informationen handelt es sich um einen Juwelenraub", sagte ein Polizeisprecher. "Wir können aber auch politische Gründe nicht ausschließen."

Der Sprengkörper explodierte in dem stark besuchten "Farmer's Plaza" in dem Vorort Quezon. Es war die zweite derartige Explosion innerhalb einer Woche in Manila. Am vergangenen Sonntag waren ebenfalls mehr als 30 Menschen verletzt worden als ein Sprengkörper in einem anderen Shopping Center der Hauptstadt hochging. Die Polizei vermutet die gleiche Bande hinter den Anschlägen.

Präsidentin Macapagal Arroyo gab die Aufhebung des Notstandes in einer Fernsehrede bekannt. "Die Krise ist vorbei. Auch wenn es noch eine Bedrohung der Republik gibt, ist jetzt die Situation unter Kontrolle", sagte sie. Die Präsidentin hatte hinter den gewaltsamen Demonstrationen einen Umsturzversuch vermutet. Mehrere Oppositionspolitiker waren festgenommen worden. Zwei der angeblichen Anführer der "Rebellion" waren am Samstag gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

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