Streitwertgrenze angehoben
Foris verzeichnet 2001 Verlust

Der Prozesskostenfinanzierer Foris AG hat im Geschäftsjahr 2001 weiterhin rote Zahlen geschrieben und will sich von unrentablen Geschäftsbereichen trennen.

Reuters BERLIN. Nach US-GAAP-Bilanzierung habe sich der Verlust 2001 auf 3,5 Mill. Euro von drei Mill. Euro im Vorjahr ausgeweitet, teilte die am Neuen Markt gelistete Gesellschaft am Mittwoch mit. Legt man die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) zurgrunde, sei der Verlust im Gesamtjahr auf 2,7 (Vorjahr 3,9) Mill. Euro geschrumpft. Foris begründete die anhaltenden Verluste mit einer geringen Anzahl beendeter Prozessfinanzierungs-Verfahren. Außerdem hätten einzelne Töchterfirmen rote Zahlen geschrieben. Für 2002 erwarte die Gesellschaft ein ausgeglichenes Konzernergebnis.

Der Umsatz sei 2001 auf 23,7 (22,1) Mill. Euro gestiegen, teilte die Gesellschaft weiter mit. Davon sei mit 20,2 (20,6) Mill. Euro weiterhin der größte Teil auf den Handel mit so genannten Vorratsgesellschaften entfallen, den die Foris AG über ihre Tochter Foratis AG abwickelt. Die Prozessfinanzierung trug den Angaben zufolge mit 2,3 (1,3) Mill. Euro zum Umsatz bei, 1,2 (0,15) Mill. Euro wurden in sonstigen Segmenten umgesetzt.

Das Unternehmen kündigte ferner an, den Streitwert zur Prozessfinanzierung von bisher 50 000 auf 200 000 Euro anzuheben. Damit wolle sich Foris klar auf die rentablen großen Verfahren konzentrieren. Außerdem werde sich Foris von der Complex GmbH und der Patentverwertung durch die Forision AG trennen.

An der Börse notierten die Foris-Aktien in einem festeren Gesamtmarkt unverändert gegenüber ihrem Schlusskurs vom Vortag von 2,30 Euro.

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