Streng religiöser Vater schickte Kinder betteln
Mit dem Fiat Panda bis nach Jerusalem

Nur wenige Monate nach ihrer Irrfahrt durch die Wüste hat eine achtköpfige Familie aus Baden erneut Deutschland verlassen und ist untergetaucht.

HB/dpa OFFENBURG. Nach der Familie werde international gefahndet, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Ortenau am Dienstag in Offenburg. Das Jugendamt hat das Sorgerecht für die sechs Kinder und hätte deshalb informiert werden müssen. Doch die Eltern seien ohne Nachricht an einen unbekannten Ort gereist. Der streng religiöse Vater wollte bereits im Februar mit einem Fiat Panda nach Jerusalem fahren und hatte dafür die Wüste durchquert.

Das Jugendamt geht davon aus, dass die streng christliche Familie erneut mit dem Auto über Syrien nach Israel fahren will. Es gebe Hinweise, dass sich die Familie derzeit in der Türkei aufhalte, teilte die Behörde mit. Ziel sei es, die Kinder mit Hilfe der Polizei so schnell wie möglich zurück nach Deutschland zu holen. Nach einer monatelangen Irrfahrt war die Familie in Mali (Nord-West-Afrika) entdeckt und von Mitarbeitern der Deutschen Botschaft aufgegriffen worden. Die Kinder waren nach Polizeiangaben in einem verwahrlosten Zustand, trugen nur noch Lumpen und mussten betteln gehen.

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