Strengere Regeln notwendig
Investment-Banker fordert Stärkung der Wertpapieraufsicht

Nach den Skandalen am Neuen Markt muss das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel nach Ansicht eines Investmentbankers deutlich gestärkt werden. Das Amt dürfe kein zahnloser Tiger sein, sagte Alexander Dibelius, einer der Geschäftsführer der Investment-Bank Goldman Sachs in Deutschland, am Mittwochabend vor dem Club Wirtschaftspresse in München.

dpa MÜNCHEN. Es müsse stärker mit der Kompetenz zu Sanktionen bei Verstößen gegen die Regeln ausgestattet sein. In der jetzigen Form werde es für das Amt aber schwierig sein, Kapitalmarkt-Experten als Mitarbeiter zu gewinnen. "Das Ganze muss aus der Beamtenecke heraus geholt werden, um gute Leute zu bekommen", sagte Dibelius.



Strengere Regeln sind aus seiner Sicht auch bei Umsatz- und Gewinnprognosen börsennotierter Unternehmen nötig. In den USA sei es undenkbar, dass ein Vorstandsmitglied eines Unternehmens bei einer Veranstaltung überraschend eine neue Prognose abgebe. "In den USA gibt es ein Dokument - den Prospekt - wo alles drin steht. Auf dieser Grundlage trifft ein Investor seine Entscheidung", sagte er. Damit habe der Aktionär auch die Möglichkeit, Schadenersatzansprüche einzuklagen. In Deutschland sei es für die Aktionäre mitunter schwierig, überhaupt an den Prospekt eines Unternehmens zu kommen.

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