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Ströbele will Schreiber-Behauptungen prüfen

Die Befragung des Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber durch den Parteispenden- Untersuchungsausschuss hat nach Angaben es Grünen-Obmanns Christian Ströbele neue Erkenntnisse gebracht.

rtr TORONTO. "Es hat sich gelohnt. Allerdings müssen wir jetzt sehr vorsichtig prüfen, welche Informationen, die uns Herr Schreiber neu gegeben hat, zuverlässig sind und stimmen und welche nicht", sagte Ströbele am Dienstagabend der Nachrichtenagentur Reuters nach dem Abschluss der Befragung.

Neu sei gewesen, dass die CSU illegal Gelder über ein Konto in der Schweiz erhalten haben solle. Allerdings habe diese Behauptung nicht bewiesen werden können. "Es spricht einiges dafür. Aber einen letzten Beweis sehe ich bisher nicht", sagte Ströbele. Zudem sei neu gewesen, dass Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) über die Zuwendung von einer Million Mark informiert gewesen sein solle, die Schreiber an den ehemaligen CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep gegeben habe. "Das hat Kohl bisher immer bestritten", sagte Ströbele.

Als unglaubwürdig würde er Schreiber nicht bezeichnen, sagte der Grünen-Obmann weiter. "Das wäre völlig daneben. Wir haben in den letzten Jahren die Erfahrungen gemacht, dass das, was uns Schreiber erzählt hat, dann überwiegend auch später von anderen Zeugen oder Beweismitteln belegt worden ist."

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