Stromausfälle nun auch in Rom
Hitzewelle in Südeuropa ungebrochen

Die Hitzewelle in weiten Teilen Südeuropas hält an. Auf der Ferieninsel Mallorca könnten in den nächsten Tagen mancherorts Hitzerekorde gebrochen werden, teilte das Wetteramt der Balearen am Donnerstag mit. Weil viele Menschen Klimaanlagen und Ventilatoren wegen der extremen Wärme durchgehend laufen lassen, kam es in Italiens Hauptstadt Rom schon zu ersten Stromausfällen.

HB/dpa PALMA DE MALLORCA/ROM/ATHEN/GRENOBLE.

Auf Mallorca gingen die Temperaturen zwar leicht zurück, aber mit Spitzenwerten von 37 Grad blieb es ungewöhnlich heiß. Eine nachhaltige Abkühlung ist auf der Balearen-Insel nicht in Sicht. Am Sonntag erwartet das Wetteramt sogar einen neuen Temperaturanstieg. Die Insel verzeichnete zum dritten Mal innerhalb weniger Tage einen Rekord-Stromverbrauch. Der Energieversorger Gesa appellierte an die Bevölkerung, Klimaanlagen behutsam zu benutzen. Das spanische Wetteramt geht davon aus, dass dieser Monat in weiten Teilen des Landes wahrscheinlich der heißeste Juni aller Zeiten sein werde.

Die Hitze hat am Donnerstag in Italiens Hauptstadt Rom zu Stromausfällen geführt. Ganze Straßenzüge waren Medienberichten zufolge zwischen ein und zwei Stunden ohne Elektrizität. Teilweise warnten die Stromversorger in Rom die Bürger per SMS vor den Ausfällen. Die Regierung wies darauf hin, dass die "Blackouts" sich "zu jeder Zeit im ganzen Land ereignen" können. Die Menschen sollten das bedenken, bevor sie zum Beispiel Fahrstuhl fahren.

In der griechischen Metropole Athen kamen viele ins Schwitzen, als ein Bagger versehentlich ein Stromkabel durchtrennte und Klimaanlagen ausfielen. Bei 37 Grad Lufttemperatur rissen sie die Fenster auf, ohne allerdings die erhoffte Abkühlung zu erhalten, hieß es. Hunderte Menschen sind wegen des Stromausfalls nach Berichten des griechischen Rundfunks in Aufzügen stecken geblieben und mussten von der Feuerwehr befreit werden.

Die Hitzeperiode hat auch die Schneeschmelze in den französischen Alpen stark beschleunigt. "Mehr noch als die hohen Temperaturen hat die Dauer dieser Hitzewelle dazu beigetragen", berichtete der Wetterdienst Météo-France am Donnerstag in Grenoble. Bei Ecrins war der Schnee auf einer Höhe von 3000 Metern am 20. Juni und damit so früh wie seit 20 Jahren nicht geschmolzen. Anfang Mai lagen dort noch 2,40 Meter Schnee. Anfang Juni war den Angaben zufolge der Schnee auf einer Höhe von 2300 Metern an den Aiguille rouges im Montblanc-Massiv bereits weggetaut, "was sehr selten ist".

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