Stromkonzern kann bis Ende Oktober Stellung nehmen
Kartellamt mahnt RWE ab

Das Bundeskartellamt hat den Stromnetzbetreiber RWE Net AG in Dortmund wegen überhöhter Preise für die Installation, Wartung und Ablesung von Zählern sowie das Inkasso von Stromrechnungen abgemahnt.

HB DÜSSELDORF. Kartellamtspräsident Ulf Böge sagte, durch überhöhte Preise für die Stromdurchleitung würden neue netzunabhängige Lieferanten auf dem Strommarkt behindert. In Nordrhein-Westfalen sowie Teilen von Rheinland-Pfalz und Niedersachsen verlange RWE Net für die Netznutzung pro Jahr 36 Euro für Ein-Tarif-Zähler und 72 Euro für Zwei-Tarif-Zähler.

Es bestehe der Verdacht, dass in diesem Preis nicht nur überhöhte netzbezogene, sondern auch vertriebsbezogene Kosten der Konzernschwester RWE Plus beinhalteten, so Böge. Vergleichsmaßstab sei die Eon-Tochter Thüringer Energie AG (Teag) in Erfurt, die ihre entsprechenden Dienste auf Grundlage der Verbändevereinbarung Strom II plus erheblich niedriger abrechne. RWE Net hat bis Ende Oktober Gelegenheit zur Stellungnahme.

Das eingeleitete Parallelverfahren gegen den zum schwedischen Vattenfall-Konzern gehörenden Regionalversorger Wemag AG, Schwerin, führt das Bonner Bundeskartellamt fort. Wemag hat derweil angekündigt, die Mess- und Verrechnungspreise zum 1. Oktober 2002 zu senken. Sie lägen für Haushaltskunden aber immer noch deutlich über jenen des Vergleichsunternehmens Teag.

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