Stromkonzern will sich von Töchtern trennen
Deutliche Gewinne bei EnBW

Der drittgrößte deutsche Stromkonzern, die Energie Baden-Württemberg (EnBW), hat Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr auf Grund seines expandierenden Energiegeschäfts deutlich gesteigert.

dpa KARLSRUHE. Die Umsätze kletterten um neun Prozent auf 4,167 Mrd. ?, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 141 % auf 299 Mill. ?. Das teilte die EnBW heute auf ihrer Internet-Seite mit. Vor allem die Stromerlöse konnten von Januar bis Juni kräftig zulegen.

Beim Gewinn wirkte sich eine Verbesserung der Margen und Kostensenkungen positiv aus. Belastet wurde das Ergebnis durch Restrukturierungen bei der Telekom-Tochter Tesion. Zur Prognose für das Gesamtjahr sagte Konzernchef Gerhard Goll nur, er wolle das Vorjahresergebnis (Ebit: 305 Mill. ?) übertreffen. Der Umsatz solle durch internes und externe Wachstum planmäßig weiter erhöht werden. Die Suche nach einem Nachfolger sei eingeleitet, betonte der 60 Jahre alte EnBW-Chef, der möglicherweise noch in diesem Jahr sein Amt niederlegen will.

"Die Marktlage ist einerseits gekennzeichnet von einer Fortsetzung des Konzentrationsprozesses", sagte Goll. "Andererseits hat der Wettbewerb um den Kunden an Dynamik verloren - aus unserer Sicht allerdings nur vorübergehend." Goll rechtfertigte den Entschluss, auf die ursprünglich für Mai geplante Platzierung eines großen Aktienpakets an der Börse zu verzichten. "Börsengang und Kapitalerhöhung bleiben jedoch auf der Agenda und werden realisiert, sobald die Börsenverfassung dies zulässt." Goll wiederholte seine Absicht, sich von den Töchtern Salamander (Schuhe, Dienstleistungen) und Tesion (Telekommunikation) zu trennen.

Die Zahl der Mitarbeiter der EnBW verringerte sich per 30. Juni vor allem durch die Entkonsolidierung der Deutschen Industriewartung innerhalb der Salamander-Gruppe im Vergleich zum Jahresende 2001 um 14 % auf 38 130 Beschäftigte.

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