Strommarkt vor der Neuordnung
Vattenfall-Einstieg verbessert HEW-Chancen bei Bewag

ddp MÜNCHEN/HAMBURG. Die Mehrheitsbeteiligung des schwedische Energiekonzerns Vattenfall an den Hamburgischen Electricitäts-Werken (HEW) hat Auswirkungen auf die Neuordnung auf dem deutschen Strommarkt. Gestärkt durch den Einstieg der Skandinavier hat HEW bessere Karten im Rennen um die freigewordenen Anteile von Eon Energie (49 %) am Berliner Energieversorger Bewag. Hier steht das HEW-Kaufangebot in Konkurrenz zur Offerte des US-Konzerns Southern Energie. Der Berliner Senat hat sich aber noch nicht entschieden. Die Hamburger gehören außerdem zum Kreis von einem Dutzend Interessenten, die sich an der Ausschreibung der Anteile von Eon und RWE (insgesamt 81,5 %) am ostdeutschen Versorger Vereinigte Energiewerke AG (Veag) beteiligen wollen.

Eon und RWE hatten im Gegenzug zum Ja der Kartellämter in Brüssel und Bonn zu ihren Fusionen zugesagt, ihre jeweiligen Anteile an Bewag und Veag zu veräußern. Die Bieterfrist für die Veag-Anteile endet Mitte November. Termine für den Verkauf der Bewag-Aktien stehen noch nicht fest.



Vattenfall hält ab 1. Januar 71,2 Prozent an HEW

Vattenfall

übernimmt zunächst weitere 37,2 % der HEW-Aktien aus dem Besitz von Eon Energie (15,4) und dem schwedischen Energiekonzern Sydkraft (21,8). Darüber hinaus kauft das Unternehmen noch Anteile an HEW in Höhe von 7,8 % von institutionellen Anlegern. Einschließlich seiner bisherigen Beteiligungen an HEW wird Vattenfall damit zum 1. Januar kommenden Jahres 71,2 % an dem Unternehmen halten. Die Stadt Hamburg behält eine Sperrminorität von 25,1 % an HEW. Der Rest der Anteile entfällt auf Streubesitz.

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