Strompreis-Erhöhungen angekündigt
Eon-Kunden müssen ab 2004 mehr zahlen

Der Eon-Konzern hat für das Jahr 2004 weitere Strompreis-Erhöhungen angekündigt. Im laufenden Jahr seien nach den Anhebungen zum Jahresstart aber keine weiteren Erhöhungen geplant, sagte der Vertriebsvorstand der Tochter Eon Energie, Bernhard Reutersberg, am Mittwoch in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Das Unternehmen hatte die Preise für Privathaushalte in den vergangenen drei Jahren im Bundesdurchschnitt um acht Prozent erhöht. Bei Industriekunden waren es fünf Prozent. Laut Eon-Energie-Chef Hans-Dieter Harig sind die Preissteigerungen "im wesentlichen politisch verursacht".

Nach der Liberalisierung der Strommärkte habe es in Deutschland einen beispiellosen Preisrückgang gegeben, sagte Harig. Die Preise für Industriekunden seien nach 1998 um bis zu 60 % gesunken, für Tarifkunden um bis zu 30 %. "Diese Wettbewerbsdividenden sind auf Grund der politisch auferlegten Sonderlasten in diesem Jahr weitgehend wieder aufgezehrt, für Haushaltskunden schon ganz." Neben Mehrwert- und Stromsteuer seien es vor allem die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz entstandenen Mehrkosten, die den Strompreis verteuerten.

Im vergangenen Jahr konnte die Eon Energie AG (München) ihren Umsatz durch Zukäufe und leicht gestiegene Strompreise um 20 % auf 18,5 Mrd. ? steigern. Davon entfallen 13,6 Mrd. ? auf den Strombereich. Eon Energie ist auch noch unter anderem im Gas-Bereich stärker engagiert. Das Betriebsergebnis verbesserte sich im vergangenen Jahr bereinigt um 28 % auf 2,9 Mrd. ?. Eine Prognose für das laufende Jahr wollte Harig nicht abgeben. Im Zuge der Ruhrgas-Übernahme durch den Eon-Konzern muss sich Eon Energie von einigen Beteiligungen trennen. Harig ließ offen, um was für ein Umsatzvolumen es sich dabei insgesamt handelt und wie weit die Verkaufsverhandlungen fortgeschritten sind.

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