Struck spricht von "Blackout"
Merz nennt Eichel "Trittbrettfahrer der Terroranschläge"

Mit Empörung hat die SPD auf eine Äußerung von CDU/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz über Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) reagiert.

dpa BERLIN. Am Rande der Bundestag-Debatte sagte Merz am Donnerstag in Zusammenhang mit der Erhöhung der Tabaksteuer dem Sender n-tv: "Eichel wird zum Trittbrettfahrer der Terroranschläge vom 11. September." Der Oppositionsführer begründete diese Aussage damit, die Steuereinnahmen am Ende des Gesetzgebungsverfahrens würden höher liegen, als die Regierung zugegeben habe.

SPD-Fraktionschef Peter Struck forderte Merz zur sofortigen Entschuldigung "für diesen Blackout" auf. Dieser habe sich nicht nur in der Wortwahl total vergriffen, sondern sich auch als "gefährlicher Dilettant" erwiesen, meinte Struck. Wer in der augenblicklichen Lage Eichel so bezeichne, der habe "weder die Dimension der schrecklichen Ereignisse von New York noch die wahre Belastung der Sicherheitslage durch kriminelle Nachahmungstäter erfasst", kritisierte der SPD - Fraktionsvorsitzende.

Merz hatte die vom Fernsehsender ausgestrahlte Wiedergabe seiner Äußerung zunächst ausdrücklich freigegeben, sie später zurückgezogen.

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