Struktur der UN-Friedenstruppe weiter unklar
Afghanische Regierung will 3000 UN-Soldaten ins Land lassen

Die künftige afghanische Übergangsregierung ebnete den Weg für eine 3000 Mann starke internationale Friedenstruppe in der Hauptstadt Kabul.

afp BERLIN. Hauptstreitpunkt blieb zunächst die genaue Definition der Aufgaben der UN-Soldaten.

London plädierte nach Angaben einer britischen Diplomatin für ein "eher allgemein gehaltenes Mandat". Militärberater aus 16 Staaten wollten in London zu einer Einigung über die Zusammensetzung der Friedenstruppe kommen.

Die Struktur der UN-Friedenstruppe für Afghanistan sowie die Zahl deutscher Soldaten war weiter unklar.

Zwischen Deutschland und Großbritannien gab es weiter Meinungsverschiedenheiten. Medien berichteten über diplomatische Verstimmungen zwischen Berlin und London. Nach einem Zeitungsbericht will Großbritannien, dass die USA das strategische Gesamtkommando übernehmen.

Das Auswärtige Amt in Berlin bestritt einen Streit zwischen Berlin und London über die UN-Truppe und die Führungsrolle. Die Mission müsse unabhängig von den Anti-Terror-Einheiten der USA stattfinden. Zudem müssten militärisch bestimmte Ressourcen miteinander kombiniert werden. Darüber werde derzeit verhandelt.

Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) forderte erneut einen klaren Auftrag für die UN-Truppen. Maximal solle der Einsatz 24 Monate dauern und strikt von dem militärischen Kampf in Afghanistan getrennt sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%