Strukturelle Veränderungen
Aldi und Lidl in Frankreich auf dem Vormarsch

Obwohl 2003 die Hypermarkt-Kette Leclerc mit 17,4 % den größten Marktanteil im französischen Einzelhandel aufweisen konnte, stabilisiert sich in Frankreich der Trend hin zu Discount-Geschäften. Davon scheinen besonders die beiden großen deutschen Unternehmen zu profitieren, die beide kräftig expandieren.

bfai PARIS. Das Marktforschungsunternehmen TNS Secodip legte im Februar 2004 eine Analyse über Marktanteile sowie die Beliebtheit und Bekanntheit der einzelnen Ketten im nicht-spezialisierten Einzelhandel Frankreichs vor. Nach dem Ergebnis dieser Untersuchung etablieren sich die Maxidiscounter mehr und mehr auf dem Markt. Als Maxidiscounter oder Hard Discounter werden in Frankreich Supermärkte bezeichnet, die über ein relativ beschränktes Warenangebot (weniger als 3. 000 Artikel) verfügen, das zudem auf bekannte Marken verzichtet und ausschließlich das Niedrigpreissegment umfasst.

Von diesem Trend profitieren die deutschen Einzelhandelsketten Aldi und Lidl, die in allen Regionen stark expandieren. Sie begannen 1988 bzw. 1989, sich für den Markt jenseits des Rheins zu interessieren. Später folgten Norma, Edeka und Rewe. Traditionelle inländische Supermarktketten sind ebenfalls mit eigenen Marken in diesem Segment aktiv: Carrefour mit Ed, Casion mit Leader Price, Intermarche mit Netto und die Coop-Märkte der Regionen Normandie-Picardie, Champagne und Elsass mit Le Mutant.

Der Vormarsch der Discountmärkte ist deutlich an der Zahl der Neueröffnungen der letzten Jahre zu erkennen. Allein in den Jahren 2002 und 2003 wurden über 350 neue Geschäfte eröffnet, während nur 7 Hypermärkte entstanden. Laut TNS Secodip kauften zur Jahresmitte 2003 rund 63 % der Franzosen bereits regelmäßig in einem Discounter ein, 1998 waren es nur 38 % gewesen. Im gleichen Zeitraum hätten die Hypermärkte, so TND Secodip, insgesamt 500. 000 Kunden auf Dauer verloren.

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