Strukturwandel
Neue EU-Mitgliedsländer holen weiter auf

Nach Berechnungen zweier renommierter Wiener Wirtschaftsforschungsinstitute wird das Bruttoinlandsprodukt der acht neuen osteuropäischen EU-Staaten in diesem Jahr durchschnittlich um 4,2 % und im nächsten Jahr um 4,4 % wachsen.

HB WIEN. Da das Wachstum der "alten" 15 EU-Mitglieder in diesem Zeitraum zwischen zwei und 2,2 % liegt, werde sich die Wirtschaftsleistung innerhalb der EU weiter annähern, heißt es in der am Montag veröffentlichten Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) und des Instituts für Wirtschaftsvergleiche.

Das stärkste Wachstum erwarten die Experten in den baltischen Staaten mit Litauen (6,9/6,6 % für 2004/2005) an der Spitze vor Lettland (6,2/6,2 %) und Estland (5,4/5,9 %). Dahinter folgen die Slowakei (4,5/5,0), Polen (4,5/4,5), Ungarn (3,5/3,9), Slowenien (3,4/3,5) und die Tschechische Republik (3,0/3,5).

Einen dynamischen Aufholprozess bescheinigen die Prognosen auch bisher vergleichsweise rückständigen Ländern außerhalb der EU wie Bulgarien (4,5/4,0) und Rumänien (4,5/4,5), aber auch Russland (5,0/4,6) und der Ukraine (7,0/6,5). Insbesondere die südosteuropäischen EU-Beitrittskandidaten hätten erste Erfolgen der Umstrukturierung aufzuweisen.

Der verstärkte Strukturwandel basiere wesentlich auf der Verlagerung internationaler Investitionsströme in diese Länder. In den kommenden Jahren erwarten die Experten zusätzliche Direktinvestitionen in Bulgarien und Rumänien, weil Produktionsstandorte in den "neuen" EU-Ländern in den nächsten Jahren immer teurer werden dürften.

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