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Studie: 151 Milliarden auf hohe Kante gelegt - Kein "Angstsparen"

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr nach einer Studie der Genossenschaftsbanken 151 Mrd. Euro auf die hohe Kante gelegt. Die Sparneigung werde auf Grund der angespannten Beschäftigungslage und Verunsicherung der Bürger auch 2004 leicht zunehmen.

dpa-afx BERLIN. Die Deutschen haben im vergangenen Jahr nach einer Studie der Genossenschaftsbanken 151 Mrd. Euro auf die hohe Kante gelegt. Die Sparneigung werde auf Grund der angespannten Beschäftigungslage und Verunsicherung der Bürger auch 2004 leicht zunehmen. Von "Angstsparen" könne aber trotz der steigenden Sparquote nicht die Rede sein, erklärte der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) am Mittwoch in Berlin. Weder sei die Sparneigung der Privathaushalte im Europa-Vergleich außergewöhnlich hoch, noch sei sie in der Vergangenheit deutlich niedriger gewesen.

Im vergangenen Jahr ist die Sparquote - das Verhältnis des Sparens zum verfügbaren Einkommen - gegenüber 2002 der Studie zufolge von 10,6 auf 10,8 Prozent gestiegen. Die Verunsicherung der Bürger in Folge der Reformen habe die Kaufzurückhaltung verfestigt. Für 2004 zeichne sich ein leichter Anstieg auf elf Prozent ab. Der BVR verwies darauf, dass Anfang der 90er Jahre die Sparquote bei 13 Prozent gelegen hat, ohne dass dies zur Nachfrageschwäche geführt hätte.

Das Geldvermögen der Privathaushalte habe sich auf Grund der Kurserholung am Aktienmarkt bis Ende 2003 um 191 Mrd. auf 3,92 Billionen Euro erhöht. Im Schnitt habe jeder Haushalt über 100 700 Euro verfügt, dem Verbindlichkeiten von 39 800 Euro gegenüber standen. Vom Geldvermögen ist den Angaben zufolge jeder vierte Euro bei Versicherungen angelegt. Zwischen 1993 und 2003 sei deren Anteil am Vermögen von 20 auf 25 Prozent gestiegen. Der Anteil von Investmentfonds habe sich auf zwölf Prozent verdoppelt. Die Bedeutung von Bankeinlagen sei zwar rückläufig. Privathaushalte hätten jedoch noch mehr als jeden dritten Euro bei Kreditinstituten angelegt. Der Anteil der Aktien habe sich von acht auf sechs Prozent verringert.

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