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Studie: Abwärtstrend bei Gründungen schwächt sich ab

Die Talsohle bei dem nun schon seit 1999 anhaltenden Abwärtstrend der Unternehmensgründungen in ...

Die Talsohle bei dem nun schon seit 1999 anhaltenden Abwärtstrend der Unternehmensgründungen in Deutschland scheint erreicht. Die halbjährliche Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim zum Gründungsgeschehen in Deutschland zeigt einer Pressemitteilung vom 5. 11. 2003 zufolge, dass die Zahl der Unternehmensgründungen im Jahr 2002 im Vergleich zum Jahr 2001 nahezu konstant geblieben ist. In Westdeutschland hat sich die Zahl der Gründungen im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert. In Ostdeutschland ist sie zwar noch einmal gesunken, allerdings mit knapp 3% deutlich geringer als im Vorjahr.
Der Handel, der den zweitgrößten Anteil an allen Gründungen stellt, trug am meisten zur Stabilisierung der Gründungszahlen bei. Hier wurden im Jahr 2002 3,5% mehr Unternehmen gegründet als im Vorjahr. Dabei ist jedoch wichtig, auch die Unternehmensschließungen im Blick zu behalten. Wenn ein Ladengeschäft schließt, können seine Räumlichkeiten meist ohne allzu großen Aufwand von einem neuen Händler bezogen werden. Dies ermöglicht eine hohe Fluktuation, und daher spiegeln die steigenden Gründungszahlen in diesem Segment möglicherweise "Ersatzangebote" für Marktaustritte wider.
Das Gründungsaufkommen bei den konsumnahen Dienstleistungen, der Gruppe mit dem größten Anteil an allen Gründungen, ist nahezu konstant geblieben. Während jedoch in Westdeutschland die Zahl der Unternehmensgründungen leicht um 2% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist - insbesondere hat sie sich im Gastgewerbe positiv entwickelt -, ist sie in Ostdeutschland um knapp 3,5% erneut zurückgegangen.
Im produzierenden Gewerbe setzte sich der bereits seit dem Jahr 1999 zu beobachtende Abwärtstrend bei den Gründungen weiter fort. Die Zahl der neu gegründeten Unternehmen sank in Westdeutschland um mehr als 5% und in Ostdeutschland um etwa 8,5% im Vergleich zum Jahr 2001. Vor allem bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sind die Gründungszahlen zurückgegangen. Dies lässt sich auf die schlechte konjunkturelle Situation auf dem PC-Markt zurückführen.
Auch bei den unternehmensnahen Dienstleistungen haben die Gründungszahlen im Vorjahresvergleich abgenommen. Während jedoch in Ostdeutschland im Jahr 2002 ähnlich viele Unternehmen in diesem Segment gegründet wurden wie im Jahr 2001, ist die Zahl der Unternehmensgründungen in Westdeutschland vor allem aufgrund der schlechten Entwicklung bei den Softwarehäusern gesunken.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 01.12.2003

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