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Studie: Aktienoptionen von DAX-Firmen zumeist mangelhaft - Union Investment

Die Aktienoptions-Programme von DAX-Unternehmen sind laut einer Studie häufig mit vielen Mängeln behaftet. "Viele Manager profitieren auch, wenn der Aktienkurs ihres Unternehmens nur geringfügig steigt oder die Kurse anderer Unternehmen derselben Branche besser abschneiden", erläuterte Jens Wilhelm, Leiter Aktienfondsmanagement, eine Studie der Union Investment am Mittwoch. Zudem forderten nur wenige Programme angemessene Eigenleistungen der Manager. Union Investment ergänzte die in den Vorjahren erstellte Studie um weitere Qualitätsmerkmale. Hierzu zählen das Eigeninvestment, der Umfang des Programms sowie weitere Randfaktoren wie die Laufzeit, die Deckelung des maximalen Wertes und die Transparenz.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktienoptions-Programme von DAX-Unternehmen sind laut einer Studie häufig mit vielen Mängeln behaftet. "Viele Manager profitieren auch, wenn der Aktienkurs ihres Unternehmens nur geringfügig steigt oder die Kurse anderer Unternehmen derselben Branche besser abschneiden", erläuterte Jens Wilhelm, Leiter Aktienfondsmanagement, eine Studie der Union Investment am Mittwoch. Zudem forderten nur wenige Programme angemessene Eigenleistungen der Manager. Union Investment ergänzte die in den Vorjahren erstellte Studie um weitere Qualitätsmerkmale. Hierzu zählen das Eigeninvestment, der Umfang des Programms sowie weitere Randfaktoren wie die Laufzeit, die Deckelung des maximalen Wertes und die Transparenz.

Deutsche Lufthansa Führend - SAP IST Schlusslicht

Von den 30 untersuchten Unternehmen belegte die Deutsche Lufthansa den Angaben zufolge erneut den ersten Rang. Die Manager müssen hiernach für jede Option ein hohes Eigeninvestment leisten. So genießen die Begünstigten lediglich einen Rabatt von 20 % auf die Lufthansa-Aktie, müssen also einen Anteil von 80 % aus der eigenen Tasche bezahlen. Zudem erhalten sie laut Wilhelm eine Option, die ausschließlich dann zu einer zusätzlichen Vergütung führt, wenn die Lufthansa-Aktie sich besser entwickelt als die Wertpapiere wichtiger Wettbewerber. Positiv bewertet Union Investment zudem das geringe Volumen des Programms, dessen Wert sich auf maximal 50 Mill. ? beläuft.

Dagegen ist das Softwareunternehmen SAP mit seinem Vergütungsprogramm das Schlusslicht in der Studie. "Die geforderte absolute Kurssteigerung von zehn Prozent in fünf Jahren bedeutet, dass bei einer lediglich 1,9-prozentigen Kurssteigerung pro Jahr bei den Begünstigten die Sektkorken knallen", sagte Union-Sprecher Rolf Drees. "Zudem vermissen wir, dass die SAP-Aktie sich an einem repräsentativen Branchenindex misst." Negativ bewerten die Union-Experten den umfangreichen Berechtigtenkreis, so dass das Programm den Anteilbesitz um bis zu 4,4 % verwässern kann. Zudem müssen die SAP-Manager keinerlei Eigeninvestment tätigen, sind also nicht an möglichen Kursverlusten der Aktie beteiligt.

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