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Studie: Analysten sehen große Chancen für nachhaltige Investments

Soziale, ökologische und ethische Gesichtspunkte werden in den kommenden Jahren eine zentrale ...

Soziale, ökologische und ethische Gesichtspunkte werden in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle in der Geldanlage spielen. Zu diesem Schluss kommen, nach einer Meldung der FAZ vom 10. 11. 2003, die Autoren einer Studie, die auf den Ergebnissen einer Umfrage unter fast 400 Fondsmanagern und Finanzanalysten in neun europäischen Ländern beruht, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Schweiz. Auftraggeber der Untersuchung waren die Beratungsgesellschaft Deloitte Touche Tohmatsu, die Börsen von Paris, Brüssel und Amsterdam (Euronext) sowie die Vereinigung CSR Europe, die sich die Förderung von gesellschafts- und umweltpolitischen Anliegen im Management und bei Investitionen zum Ziel gesetzt hat. Derzeit werde das Marktvolumen für sog. nachhaltiges Investieren (Socially Responsible Investment, SRI) institutioneller Anleger in Europa auf insgesamt 336 Mrd. Euro geschätzt.
Zwischen 2001 und 2003 sei die Zahl der Analysten, deren Unternehmen sich mit nachhaltigen Investments (SRI) beschäftigen, deutlich gestiegen. Zudem rechneten 69% der Befragten damit, dass die Bedeutung von SRI weiter zunehmen werde. Treibende Kraft sei dabei weniger der Einfluss von Interessengruppen, sondern die Nachfrage von Kunden sowie die Überlegung, dass sich entsprechende Investitionen als besonders attraktiv erweisen könnten. Dennoch gaben 71% an, dass Produkte, bei denen das Merkmal der Nachhaltigkeit stark im Vordergrund stehe, in den kommenden zwei Jahren eher eine Marktnische darstellen würden. Dennoch rechnen 52% der Fondsmanager und Analysten damit, dass sich umweit- und gesellschaftspolitische Kriterien zu einem wichtigen Gesichtspunkt für Entscheidungen entwickeln werden. Andererseits könnte das SRI-Konzept bald an Grenzen stoßen. Während zusätzlich zu den 46%, die bereits entsprechende Produkte anbieten, nur weitere 7,5% der Befragten ihr Angebot ausweiten wollen, planen 32% kein weitergehendes Engagement.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 20.11.2003

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