Studie: Attraktive Arbeitgeber 2002
Was zählt

Ein verantwortungsvoller Job, genug Freizeit, mit dem Chef per Du und mit den Kollegen auf Firmenkosten ans Mittelmeer: Geht nicht? Geht doch! Das zeigt die Studie "Attraktive Arbeitgeber 2002", in der 15 000 Angestellte in vier europäischen Ländern sagen, unter welchen Bedingungen sie sich so richtig ins Zeug legen. 100 Unternehmen standen auf dem Prüfstand - je fünf hervorragende aus Deutschland und Österreich.
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DÜSSELDORF. Deutsche Chefs sind nicht zimperlich im Umgang mit ihren Mitarbeitern: Loyal sollen sie sein, engagiert und hoch motiviert, damit sie - für sich alleine und im Team - Höchstleistungen vollbringen können. Wenn es um den Erfolg ihres Unternehmens geht, werfen die Bosse solche Faktoren viel stärker in die Waagschale als wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Wie sehr schlechte Konjunkturdaten die Motivation beeinflussen können, scheinen sie dabei zu übersehen. Das zeigt die Studie "Attraktive Arbeitgeber 2002", in der die auf Personalmanagement spezialisierte Unternehmensberatung Hewitt Associates bei 100 europäischen Unternehmen nachfragte - in Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien.

"Das Gesamt-Engagement der Mitarbeiter ist viel niedriger als letztes Jahr", stellt Hewitt-Berater Wolf-Bertram von Bismarck fest, der für die Befragung in Deutschland verantwortlich ist. Angst um ihren Arbeitsplatz hemmt viele Angestellte: Knapp die Hälfte der in Deutschland befragten Unternehmen gab an, die Belegschaft reduziert zu haben. Nicht überall ist die Stimmung umgeschlagen, wie fünf Unternehmen zeigen, die besonders gut in der Studie abgeschnitten haben: Beim Landmaschinenbauer Deere & Company, der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton, dem Versicherungsunternehmen Skandia, dem Pharma-Hersteller Novo Nordisk und dem Biotech-Unternehmen Morphosys sind die Angestellten an ihrem Arbeitsplatz zufrieden. Und sie sind überdurchschnittlich engagiert: Denn sie erleben eine offene Kommunikation, rennen bei Vorgesetzten und Unternehmensleitung nicht vor verschlossene Türen, kennen Zahlen und Ziele ihres Unternehmens und können selbstständig mit Ideen oder auch Kritik daran mitwirken.

In Österreich, wo sich erstmals Unternehmen an der Hewitt-Studie beteiligt haben, liegt der Gesamt-Engagement-Faktor etwas höher als in Deutschland. Das kann an anderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen liegen oder daran, dass sich mehr solche Unternehmen beteiligt haben, "die bereits hohe Ansprüche an sich selbst stellen, ihre Mitarbeiter zufrieden zu stellen", wie Andrea Bauer, Beraterin bei Hewitt Associates in Wien, erklärt. Zur Top-Gruppe gehören: der Zulieferer für die Halbleiterindustrie SEZ, der Pharma-Konzern Eli Lilly, das Kfz-Leasing-Unternehmen EBV-Leasing, der Süßwaren- und Tiernahrungsproduzent Masterfoods sowie das Groß- und Einzelhandelsunternehmen Porsche Holding. Ihre Mitarbeiter denken seltener an einen Wechsel und sprechen in ihrem Umfeld mit Begeisterung über das Unternehmen. Der gute Ruf bewirkt, dass sie zum Beispiel gegenüber Kunden besser überzeugen können.



Die wichtigsten Ergebnisse der Studie finden Sie unter www.jungekarriere.com/arbeitgeber-studie



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