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Studie: Baden-Württemberg und Bayern haben die besten Bibliotheken

Gütersloh (dpa) - Deutschlands Spitzen-Bibliotheken gibt es im Süden: Über die besten Stadtbibliotheken verfügen Heidelberg und Rosenheim. Bei den wissenschaftlichen Büchereien liegen Aschaffenburg und Mannheim vorn. Dies ergab eine bundesweite Bibliotheks- Vergleichsstudie der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh.

Gütersloh (dpa) - Deutschlands Spitzen-Bibliotheken gibt es im Süden: Über die besten Stadtbibliotheken verfügen Heidelberg und Rosenheim. Bei den wissenschaftlichen Büchereien liegen Aschaffenburg und Mannheim vorn. Dies ergab eine bundesweite Bibliotheks- Vergleichsstudie der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh.

Trotz immer weniger Geld und Personal verzeichneten Deutschlands Bibliotheken weiter steigende Besucher- und Entleihzahlen. Diese Tendenz sei «sehr offensichtlich», sagte Projektleiterin Diane Brüggemann am Dienstag der dpa. Daher bestehe die «Gefahr, dass es irgendwann abwärts geht, wenn keine neuen Medien mehr angeboten werden können».

Die Bibliothek in Münster landete auf dem bundesweit dritten Rang und Herten auf dem vierten Platz. Entscheidend für das Abschneiden guter Büchereien seien das aktuelle Medienangebot, die Kundenorientierung, kundenfreundliche Öffnungszeiten und der Anteil neuer Medien, erklärte Brüggemann. An der mittlerweile fünften Studie für den Bibliotheksindex (BIX) beteiligten sich 212 öffentliche Bibliotheken, dazu kamen erstmals 50 Fachhochschul- und Universitätsbibliotheken. Bundesweit gibt es mehr als 5000 öffentliche Bibliotheken.

In der Gruppe der Großstadtbibliotheken belegte Heidelberg den Spitzenplatz vor Reutlingen, bei den Städten mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern siegte Rosenheim vor Vorjahressieger Norderstedt. In den anderen Größenkategorien belegten jeweils den ersten Platz: die Regionalbibliothek Weiden (30 000 bis 50 000 Einwohner), Bad Neustadt an der Saale (15 000 bis 30 000 Einwohner) sowie das Bibliothekszentrum Hösbach (unter 15 000 Einwohner). «Für die Bibliotheken bietet der BIX die Chance, aktiv den Dialog mit den Verantwortlichen in Kommune, Hochschule und Politik zu gestalten», sagte der Vorsitzende des Präsidiums der Stiftung, Heribert Meffert.

Laut einer kürzlich veröffentlichten infas-Umfrage im Auftrag der Stiftung kennt jeder fünfte Deutsche seine Stadtbibliothek nicht. Nur knapp 30 Prozent der Bevölkerung seien Nutzer. Fast jeder Dritte, der seine Bibliothek kenne, habe sie noch nie besucht. Für ebenso viele Nutzer liege der Besuch länger als zwei Jahre zurück. Diejenigen Bibliotheks-Muffel, die eigentlich Interesse an Büchereien hätten, wünschten sich aktuellere Sachliteratur (74 Prozent), neue Medien (70 Prozent) und erweiterte Öffnungszeiten (67 Prozent). Insgesamt 2500 Menschen wurden im Frühjahr im Auftrag der Stiftung befragt.

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