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Studie: Banken nicht auf Ermittlung der Spekulationsgewinne vorbereitet

Wenn der Bundesrat dem Steueränderungsgesetz 2003 am 27. 11. 2003 erwartungsgemäß zustimmt, ...

Wenn der Bundesrat dem Steueränderungsgesetz 2003 am 27. 11. 2003 erwartungsgemäß zustimmt, bedeutet sdies für die Kreditinstitute, dass sie die Gewinne und Verluste eines jeden privaten Wertpapierdepots zu ermitteln haben und den Kunden über dieses individuelle Ergebnis informieren müssen. Auf diese Anforderungen sind viele Geldinstitute derzeit weder organisatorisch noch technisch vorbereitet. Schon jetzt sind die Verwaltungs- und IT-Kosten das größte Problem für fast jede zweite Bank. Zu diesem Ergebnis kommt der Branchenkompass von Mummert Consulting und dem F.A.Z. -Institut. Die Gesetzesänderung würde das Kostenproblem noch weiter verschärfen.
Bislang sind deutsche Banken gesetzlich nicht dazu verpflichtet, Aufstellungen über Veräußerungsgewinne für ihre Kunden zu erstellen. Das Ministerium will nun Klarheit für die Kapitalanleger schaffen. Alle inländischen Finanzdienstleister sollen künftig ihren Kunden einmal pro Jahr eine kostenlose zusammenfassende Bescheinigung über erzielte Kapitelerträge und Gewinne aus Veräußerungsgeschäften ausstellen. So sollen Kapitalanleger in die Lage versetzt werden, die private Steuererklärung einfacher und vor allem steuerehrlicher abgeben zu können. Über detaillierte fachliche Kenntnisse, die notwendige Datengrundlage und automatisierte Auswertungssysteme verfügt aber derzeit kaum ein Geldinstitut. Die Gesetzesnovelle würde somit die Investitionspläne der Kreditinstitute gründlich durcheinander bringen. Der Grund: Für 52% der Fach- und Führungskräfte der Banken sind Maßnahmen zur Kostensenkung in Verwaltung und IT absolut vorrangig, 33% wollen das Kostenproblem zuerst beim Risikomanagement und bei Basel II anpacken. Allein für Basel II haben die Banken bis 2005 ein Zehntel ihres Investitionsvolumens eingeplant.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 27.11.2003

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