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Studie bescheinigt Bush Vorsprung bei umstrittener Wahl

Eine Untersuchung umstrittener Wahlzettel der US-Präsidentenwahl vor einem Jahr zeigt, dass George W. Bush mit einem knappen Vorsprung auch dann gewonnen hätte, wenn nachgezählt worden wäre.

Reuters NEW YORK. Für die Studie hatten Wissenschaftler der Universität von Chicago im Auftrag von acht Medien, darunter der Zeitung "New York Times", 175 010 Wahlzettel aus dem Bundesstaat Florida ausgewertet, die von den Zählmaschinen als ungültig aussortiert worden waren. Das US-Präsidialamt erklärte zu der Studie, das amerikanische Volk habe die umstrittene Wahl schon lange hinter sich gelassen.

Im vorigen Dezember hatte der Oberste US-Gerichtshof die Nachzählung umstrittener Wahlzettel in Florida gestoppt, damit hatte der Republikaner Bush den Bundesstaat hinter sich und wurde mit knapper Mehrheit Präsident. Der demokratische Kandidat und damalige Vize-Präsident Al Gore hatte zunächst versucht, die Nachzählung aller Stimmen in vier überwiegend demokratischen Bezirken in Florida zu erwirken.

Die Studie ergab nun, dass Bush in diesem Fall ebenfalls gewonnen hätte, allerdings mit nur 225 Stimmen statt der offiziell ausgezählten 537. Auch bei der damals angelaufenen, dann aber gestoppten Nachzählung von mehr als 43 000 Wahlzetteln hätte Gore Bush nicht überholt, fanden die Forscher heraus. Allerdings stellen sie fest, dass die Debatte damit noch nicht beendet sein dürfte: Die Ergebnisse seien so knapp, dass nur etwas andere Zählmethoden möglicherweise schon ein anderes Ergebnis bringen könnten.

"Das amerikanische Volk ist schon seit längerem darüber hinweg, und diese jüngste Medien-Nachzählung war ein teures Unterfangen, das zusätzliche uneindeutige Daten hervorgebracht hat", sagte die Sprecherin des Präsidialamts, Nicolle Devenish. "Die Wahl wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen, und die Amerikaner sind darüber hinweg."

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