Studie
Blauäugiger Start vieler Unternehmen ins Internet

Nach einem blauäugigen Start ins Internet macht sich bei vielen deutschen Unternehmen inzwischen Ernüchterung breit.

dpa MÜNCHEN. Dies ist der Ergebnis einer Studie von Cap Ernst&Young, die am Freitag in München präsentiert wurde. Befragt wurden dafür 310 Unternehmen aus der Investitions- und der Konsumgüterbranche.

"Oft herrschen massive konzeptionelle Defizite", sagte Bernd Zanner von Cap Ernst&Young. Bislang steckten noch knapp 80 % der befragten Unternehmen in Sachen E-Business in der Start- oder Aufbauphase. Volle Anwendung finde die neue Technologie dagegen erst bei vier Prozent der Firmen.

Dabei stünden Aufwand und Nutzen oft in keinem Verhältnis, sagte Zanner. So hätten die Pharma- und Automobilbranche in den letzten Jahren zwar die höchsten Investitionen getätigt, bislang aber die geringsten Kosteneinsparungen erzielt. Spitzenreiter hier seien die Metall- und Elektroindustrie.

Ernüchternde Erfahrungen

Nach ersten ernüchternden Erfahrungen habe sich das Anforderungsprofil mittlerweile gewandelt, sagte Zanner. So würden die Internet-Seiten verstärkt als Instrument für die Kundenpflege angesehen. Die Nutzung als Vertriebsplattform spiele zwar weiterhin eine Rolle, doch habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass sich nicht alle Produkte übers Internet verkaufen ließen.

Ungeachtet aller Startschwierigkeiten sei der Trend zur elektronischen Abwicklung von Geschäften jedoch ungebrochen, sagte Zanner. Gegenwärtig plane mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen, ihre Investitionen ins E-Business im kommenden Jahr auszubauen.

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