Studie der Bertelsmann Stiftung
Jeder Vierte überschätzt seine Rente

Die meisten Deutschen rechnen mit deutlich mehr Rente als sie später tatsächlich bekommen. Nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung überschätzt jeder Vierte die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung um mehr als 50 Prozent.

HB/dpa GÜTERSLOH. Dies sei eine gefährliche Fehleinschätzung, die eine ausreichende Altersvorsorge verhindere, sagte Johannes Leinert von der Bertelsmann Stiftung am Montag in Gütersloh. Bis Ende 2002 will jeder Sechste eine staatlich geförderte Riester-Rente abschließen.

Leinert forderte ein vereinfachtes System, nämlich die Berechtigung für die Riester-Rente für alle. Auf diese Weise könnten auch Haushalte mit niedrigem Einkommen und Erwerbslose verstärkt staatlich gefördert werden. Von den befragten Arbeitern und Angestellten wusste nur jeder Zweite, dass er für eine Riester-Rente in Frage komme. Bei den Beamten waren es nur 25 Prozent. "Wir brauchen hier eine verstärkte Informationspolitik", sagte Leinert.

Die Bertelsmann Stiftung will Anfang 2003 einen umfassenden "Vorsorgereport" vorlegen. Für die Studie waren etwa 2000 Menschen im Alter von 30 bis 50 befragt worden.

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