Studie der Raumfahrtbehörde
Alte Satelliten eignen als Sender für Verkehrsfunk

Zwei Studien im Auftrag der europäischen Weltraumbehörde Esa zeigen einen Weg auf, wie sich ein digitales Satellitenradio auch für Europa schnell und kostengünstig realisieren lassen könnte.

wsa HAMBURG. Für amerikanische Autofahrer ist es längst Realität, doch europäische Verkehrsteilnehmer können bislang nur davon träumen: ein Radioprogramm in CD-Qualität mit ständig aktuellen Verkehrs- und Wetterhinweisen, ausgestrahlt per Satellit. Zwei Studien im Auftrag der europäischen Weltraumbehörde Esa zeigen nun einen Weg auf, wie sich ein digitales Satellitenradio auch für Europa schnell und kostengünstig realisieren lassen könnte. Die an den Untersuchungen beteiligten Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Fraunhofer-Gesellschaft sowie diverser Elektronik- und Raumfahrtunternehmen empfehlen die Nutzung ausgedienter Fernsehsatelliten als Sender.

Die Vorteile des Satellitenfunks sind gewaltig: Der Fahrer muss bei langen Strecken nicht ständig auf andere Frequenzen wechseln, der Empfang ist störungsfrei und in überragender Qualität. Um Empfangslücken zu schließen, kann das Programm zeitverzögert abgespielt werden. Das erlaubt zudem, zum Beispiel beim Tanken die Nachrichten zu unterbrechen und anschließend weiterzuhören. Allerdings ist der amerikanische Service teuer, da er von extra zu diesem Zweck gestarteten Satelliten ausgestrahlt wird.

Die Esa-Studien empfehlen einen anderen Weg. Geostationäre TV-Satelliten haben eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren. Danach reicht ihr Treibstoff nicht mehr aus, ihre exakte Ausrichtung im All zu gewährleisten. Für Radiosatelliten ist jedoch keine so große Genauigkeit bei der Ausrichtung der Satelliten nötig. Dadurch lasse sich, so die Experten, die Lebensdauer der Satelliten um rund fünf Jahre verlängern. Noch in diesem Jahr soll eine kostengünstige Empfangsantenne für das europäische Satellitenradio der Zukunft entwickelt werden.

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