Studie der TU-Berlin
Arbeit tut gut

Jetzt ist es amtlich: Wer länger leben und dabei gesünder sein will, der muss viel arbeiten - und darin vor allen Dingen Spaß und Erfüllung finden.

Eine aktuelle Studie belegt den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheitszustand. Fazit ist: Ein ausfüllender Job tut auch der Gesundheit gut. Wer berufliche Anerkennung vermisst, ist statistisch gesehen deutlich häufiger krank und seine Krankheiten dauern länger. Und zu guter Letzt ist die Sterbequote bei Arbeitslosen deutlich höher als bei Gleichaltrigen, die noch in Lohn und Brot stehen.

Sicher sind die Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz nicht zu vernachlässigen - ob giftige Kopierer-Dämpfe, ungesunde Stäube oder die alltägliche Gefahr, die die Teilnahme am Straßenverkehr nicht nur für Vertreter und Fernfahrer bedeutet. Doch durch diese Studie wird eines belegt: Wer sich wohl fühlt, wer überzeugt ist, dass er gebraucht wird und Sinnvolles tut, der lebt gesünder und länger. Vielleicht sollte in diesem Zusammenhang die Tendenz zum immer früheren Einstieg ins Rentenalter überdacht werden. Deutschland hat auf dem Gebiet der Frührentner eine der Spitzenstellungen in Europa. Und vielleicht freuen sich dann die Krankenkassen, dass sie nach vielen Beitragserhöhungen endlich eine Wende in der Kostenspirale bekannt geben können...

Die europäische Union hat die Studie der TU Berlin finanziert - die offizielle Mitteilung der EU finden Sie hier.

Wie bei allen Statistiken lassen sich auch gegen diese Daten Einwände erheben: Ist man einmal ernsthaft krank, dann trägt vermutlich die Sorge um einen eventuellen Jobverlust nicht unbedingt zur Heilung bei. Vom Erringen eines neuen Jobs erst gar nicht zu reden. Und wenn man dann stirbt, fällt man in Teil 2 der Statistik und unterstützt die These, dass Arbeit gut tut .... Mit anderen Worten stellt sich wiedermal die berühmte Frage nach der Henne und dem Ei.

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