Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft
Arbeitskosten in Deutschland am höchsten

Die Arbeitskosten je Arbeiterstunde - Stundenlohn plus Zusatzkosten - sind in der Verarbeitenden Industrie im internationalen Vergleich in Westdeutschland am höchsten. Das geht aus einer Übersicht hervor, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Dienstag in Köln veröffentlichte. Dabei wird allerdings die in Deutschland sehr hohe Produktivität nicht berücksichtigt.

dpa KÖLN. In Westdeutschland summierten sich im vorigen Jahr 27,84 DM Stundenlohn und 22,64 DM Personalzusatzkosten zu Arbeitskosten von 50,48 DM. Japan lag in der IW-Übersicht mit Arbeitskosten von 48,29 DM an zweiter Stelle vor Dänemark mit 45,92 DM und den USA mit 42,66 DM. An fünfter und sechster Stelle standen Großbritannien mit 36,77 DM und Frankreich mit 35,72 DM. Auf Frankreich folgte Ostdeutschland mit Arbeitskosten von 32,14 DM, die sich aus einem Stundenlohn von 19,26 DM und Personalzusatzkosten von 12,88 DM zusammensetzten.

"Jeder Arbeitnehmer bezieht neben dem Entgelt, das er für geleistete Arbeit erhält (Direktlohn), einen zweiten Lohn", heißt es in der IW-Mitteilung. "Er besteht aus den gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Sozialleistungen seines Unternehmens (Personalzusatzkosten)".

Von dem starken Anstieg der Personalkosten in den vergangenen Jahrzehnten haben die Arbeitnehmer allerdings nur relativ wenig gemerkt. Während die eigentlichen Arbeitsentgelte seit 1972 nur um das Zweieinhalbfache zulegten, stiegen die Personalzusatzkosten im gleichen Zeitraum laut IW um mehr als das Vierfache.

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