Studie des Wirtschaftsinstituts RWI
Aufbau Ost gerät ins Stocken

Nach Ansicht des Instituts für Wirtschaftsforschung befindet sich der Aufholprozess nach zehn Jahren Deutscher Einheit "in einer kritischen Phase".

afp HAMBURG. Der Aufbau Ost ist nach Ansicht des Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) ins Stocken geraten. Trotz eindrucksvoller Erfolge befinde sich der Aufholprozess in Ostdeutschland "in einer kritischen Phase", schreibt das rheinisch-westfälische Institut nach Angaben des "Hamburger Abendblatts" (Dienstagsausgabe) in einer Studie zu zehn Jahren deutsche Einheit. Seit 1995 lasse die Dynamik des Aufschwungs in den neuen Ländern "merklich nach". Das reale Wirtschaftswachstum bleibe seit 1997 hinter dem in Westdeutschland zurück, konstatieren die Forscher.

In der Studie "Zehn Jahre Deutsche Einheit - Bestandsaufnahme und Perspektiven" empfiehlt das Institut eine Doppelstrategie, damit sich die Wirtschaftskraft und das Lebensniveau zwischen Ost und West möglichst schnell einander annähern. Zum einen müsse weiterhin viel Geld in die Infrastruktur der neuen Bundesländer investiert werden, unter anderem in die Verkehrswege. Zudem müsse "an die Stelle einer ostspezifischen Regionalförderung eine gesamtdeutsche Konzeption treten". Das Institut weist in diesem Zusamenhang auf die große Bedeutung des westdeutschen Absatzmarktes für die ostdeutschen Betriebe hin. "Je höher das Wirtschaftswachstum und je ausgeglichener der Arbeitsmarkt Westdeutschlands sind, umso leichter und rascher vollzieht sich die Angleichung Ostdeutschlands", heißt es weiter.

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