Studie
Deutsche Raucher wollen nicht vom Glimmstängel weg

Die Mehrheit der Raucher in Deutschland wollen ungeachtet der Gesundheitsgefahren nicht auf ihre Glimmstängel verzichten. Nur etwa 43 % der Raucher fassten einen Stopp zur Entwöhnung ins Auge, wie eine Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergab, deren Ergebnisse am Dienstag in Bonn vorgestellt wurden.

dpa BONN. Dies ist im internationalen Vergleich sehr gering - in Schweden sind es mehr als 80 %, in den Niederlanden über 70 % der Raucher, die aufhören wollen.

Das durchschnittliche Einstiegsalter für Rauchen in Deutschland liegt nach den WHO-Ergebnissen bei 13,5 Jahren - und damit deutlich unterhalb der gesetzlichen Altersgrenze für Tabakkonsum in der Öffentlichkeit von 16 Jahren. Rund 70 % der Jugendlichen rauchten - mit steigender Tendenz - regelmäßig oder gelegentlich.

"Kombiniert mit Bewegungsmangel und einer falschen und oder unausgewogenen Ernährung leben diese jungen Menschen bereits im frühen Lebensalter mit einer Zeitbombe, die ihre Wucht später in Form von schweren und tödlichen Krankheiten offenbart", sagte Eva M. Kalbheim von der Deutschen Krebshilfe.

Der gesamte volkswirtschaftliche Schaden durch das Rauchen in Deutschland ist enorm: Die WHO-Experten ermittelten eine Summe von mindestens 17,5 Mrd. ? im Jahr (für Krankenbehandlung, verlorene Produktivität sowie Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit). Zur Deckung der Kosten durch Tabakkonsum müsse die Tabaksteuer erhöht und der Zigarettenpreis etwa verdreifacht werden, forderte Prof. Michael Adams (Universität Hamburg).

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