Studie "Diagnose Mittelstand"
Sparkassen sehen schwarz für Mittelstand

Die Ertragslage der mittelständischen Unternehmen in Deutschland wird sich nach Einschätzung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) 2003 weiter verschlechtern und zu deutlichem Personalabbau und Firmenpleiten in diesem Sektor führen.

Reuters BERLIN. "Für das Jahr 2003 wird von einem weiteren Arbeitsplatzabbau und einer Verringerung der Zahl der Unternehmen in der Region ausgegangen", heißt es in der am Donnerstag in Berlin veröffentlichten "Diagnose Mittelstand" des DSGV.

Außerdem zeigten Daten aus Unternehmens-Bilanzen des Jahres 2001, dass das Eigenkapital der Betriebe bezogen auf die Bilanzsumme bei durchschnittlich höchstens sechs Prozent liege. Dieser Wert werde nach Auswertung aller Firmenbilanzen in der Sparkassen-Gruppe noch drastisch sinken.

"Die Eigenkapitaldecke der Unternehmen ist noch dünner geworden. Mehr als ein Drittel aller mittelständischen Betriebe weist in der Bilanz kein Eigenkapital aus - bei den kleineren bis 500 000 ? Umsatz sind es sogar mehr als die Hälfte", sagte das geschäftsführende DSGV-Vorstandsmitglied Holger Berndt bei der Vorstellung der Studie. Für das laufende Jahr stehe zu befürchten, dass die Zahl der Insolvenzen auf dem für 2002 geschätzten Rekordniveau von 40 000 verbleibe.

Eine Umsatzrentabilität von durchschnittlich lediglich drei Prozent bei den mittelständischen Unternehmen und die Tatsache, dass fast jedes dritte Unternehmen keinen Gewinn oder sogar Verluste realisiere könne "keine Basis für eine dauerhafte Positionierung im immer härteren Wettbewerbsumfeld sein".

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