Studie
Euronext wird mit gut 3 Milliarden Euro bewertet

Der Börsengang der Dreiländerbörse geht nun in die heiße Phase.

pot FRANKFURT/M. Der Wert der Dreiländerbörse Euronext, die Anfang Juli selbst an die Börse gehen will, wird in Konsortialkreisen bei etwas über 3 Mrd. angesiedelt. Dies legt eine dem Handelsblatt vorliegende Studie von UBS Warburg nahe, einem der Konsortialführer des Euronext-Börsengangs. Die französisch-holländisch-belgische Börse wäre damit ein Viertel weniger wert als die Deutsche Börse, deren Marktwert deutlich über 4 Mrd. liegt.

Euronext ist nach den Frankfurtern die zweite große Börse Europas, die den Weg an den Kapitalmarkt sucht. Die London Stock Exchange will im Sommer nachziehen. Nach Informationen des Handelsblatts sollen die Euronext-Titel am 6. Juli erstmals gehandelt werden. Einen Tag zuvor soll der Ausgabepreis festgesetzt werden. Das Bookbuilding läuft vom 21. Juni bis zum 4. Juli. Geplant ist die Platzierung von 25 bis 30 % des Kapitals, womit die Emission ein Volumen von bis zu 1 Mrd. hätte. Euronext kommentiert Details des Börsengangs derzeit nicht.

UBS geht davon aus, dass der europäische Aktienmarkt über längere Zeit rasch wachsen werde. Daher habe Euronext "gute" Wachstumsaussichten. Zudem könne das Unternehmen von einer Konsolidierung der europäischen Börsenlandschaft profitieren und verfüge über eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Zu den Risiken zählt die Bank die laufende Integration der drei Börsen, die erst 2002 vollständig abgeschlossen sein werde. Für dieses Jahr erwartet UBS einen Vorsteuergewinn von 228 Mill. nach 211,5 Mill. im Jahr 2 000. In den folgenden Jahren sollen es 243 bzw. 289 Mill. werden. Eine konkrete Bewertung der Börse gibt UBS nicht ab. Die beste Bewertungsmethode ist aus Sicht der Bank das Verhältnis von Firmenwert zum Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen. Wendet man diese Kennzahl, die bei den Konkurrenten bei 9,6 liegt, auf Euronext an, ergibt sich ein Wert von gut 3 Mrd. . Allerdings werden Neuemissionen meist mit einem Abschlag von mindestens 10 % an den Markt gebracht.

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