Studie
Fast jeder zweiten Internet-Firma drohen Liquiditätsprobleme

Nach einer Studie der privaten Universität Witten-Herdecke sind 46 % der Unternehmen aus den Bereichen Internet-Dienstleistung, Biotechnologie und der so genannten Internet-Enabler stark gefährdet.

afp HAMBURG. Fast jeder zweiten am Neuen Markt der Frankfurter Börse notierten Internet-Firma drohen Liquiditätsprobleme. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie der privaten Universität Witten-Herdecke im Auftrag der "Financial Times Deutschland" (FTD) hervor. Von 68 Unternehmen aus den Bereichen Internet-Dienstleistung, Biotechnologie und der so genannten Internet-Enabler seien 31 Firmen oder 46 % stark gefährdet, berichtete die FTD. Dazu gehörten 16 der 30 analysierten Internet-Dienstleister und 14 Internet-Enabler. Letztere liefern Werkzeug und Infrastruktur für Online-Dienstleister. Von den Biotech-Werten sei dagegen nur einer stark gefährdet. Bei der Studie wurde neben der Liquidität auch die Möglichkeit der Firmen untersucht, sich frisches Kapital zu beschaffen.

Die Biotechnologie-Werte stehen der Studie zufolge noch immer "in der Gunst der Investoren". Internet-Werte seien dagegen in "Ungnade" gefallen. Im Neuer-Markt-Index Nemax sind seit März dieses Jahres vor allem die Internet-Werte rapide gefallen. Sie verzeichneten laut FTD seit Anfang 2000 ein Minus von 61 Prozent und seit März einen Verlust von 79 %. Die Biotech-Werte legten demnach seit Jahresbeginn um 77 Prozent zu und verloren seit März 38 %. Der Nemax gab insgesamt um 33 % und seit März um 64 % nach.

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