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Studie: Finanzdienstleister bei Web-Angebot verbesserungsfähig

Die Finanzdienstleister in Deutschland haben bei der Nutzung des Internets einer Studie zufolge erst die Hälfte des Weges zurückgelegt.

Reuters HAMBURG. Die Finanzdienstleister in Deutschland haben bei der Nutzung des Internets einer Studie zufolge erst die Hälfte des Weges zurückgelegt. Banken, Versicherungen und Finanzportale hätten ihre Angebote im vergangenen Jahr zwar ausgebaut, für wesentliche Transaktionen müssten die Kunden jedoch weiterhin die Filialen aufsuchen oder den Außendienst bemühen, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Mummert + Partner. So werde die Online-Kontoführung nur von zwei Dritteln der Banken angeboten. Lediglich ein Fünftel der Versicherer stelle für die Auto- Haftpflichtversicherung einen Internet- Tarifrechner für individuelle Angebote zur Verfügung.

Die am häufigsten im Internet angebotenen Leistungen der Kreditinstitute seien weiterhin Überweisungen und die Abfrage des Kontostandes, hieß es in der Studie weiter. Dies werde von 69,1 % der Anbieter offeriert. Ein Antrag auf Kontoeröffnung sei bei 37,2 % möglich - nach sieben Prozent im Vorjahr. Eine Kontokündigung böten dagegen nur 3,2 % der untersuchten Institute an.

Versicherungen ließen noch viele Internet-Funktionen ungenutzt, bemängelten Mummert + Partner. Beispielsweise sei der Online-Vertragsabschluss selbst bei einfachen Produkten die Ausnahme. Auslandskrankenversicherungen könnten nur bei 17 % der Anbieter abgeschlossen werden. Dahinter lägen Lebensversicherungen, Auto-Kasko- (je zwölf Prozent) und Unfall-Versicherungen (elf Prozent).

Auch im Online-Handel mit Wertpapieren besteht der Studie zufolge trotz deutlicher Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr weiterhin Aufholbedarf. So könnten erst bei 39 % der Anbieter Aktien im Internet gekauft werden. Bei 43 % sei der Erwerb von Fonds möglich. Einen Zugriff auf Real-Time-Kurse hätten 30 % der Institute im Angebot, bei 22 % könnten die Kunden Kursinformationen über das WAP-Handy abrufen.

Für die Studie wurden nach Unternehmensangaben im April und Mai die 188 größten Finanzdienstleister auf Informationsservice, Ausrichtung auf Koalitionspartner, Verbraucherschutz und Sicherheit, Leistungsangebot, Beratung und Betreuung, Benutzerfreundlichkeit sowie Zusatzdienste geprüft. Einen Gesamtsieger gebe es nicht, Spitzenangebote seien nur in Einzelbereichen ermittelt worden. So habe die Norddeutsche Landesbank den besten Informationsservice im Angebot, während die HypoVereinsbank und die comdirect Bank beim Datenschutz am besten abgeschnitten hätten. Die meisten Zusatzdienste biete Consors an.

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