Studie: Gehälter US-amerikanischer CEOs stagnieren

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Studie: Gehälter US-amerikanischer CEOs stagnieren

Eingeschlossen Grundgehalt, Boni und aktienbasierte Vergütung sind die Gehälter US-amerikanischer ...

Eingeschlossen Grundgehalt, Boni und aktienbasierte Vergütung sind die Gehälter US-amerikanischer CEOs in 2003 lediglich um 1% gestiegen. Ausschlaggebend für dieses geringe Wachstum ist der sinkende Wert von Aktienoptionen, der während dieses Jahres um rund 19% gefallen ist. Die Gesamtvergütung US-amerikanischer CEOs bestand in 2003 noch immer über die Hälfte aus Aktienoptionen, so die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung der Unternehmensberatung Towers Perrin. Von den in der Analyse berücksichtigten 46 börsennotierten Fortune 500-Unternehmen kürzten jedoch 59% den Anteil der Aktienoptionen, vor allem zu Gunsten von Aktienüberlassungen. Damit erfolgte eine deutliche Abkehr von leistungsorientierten, aber risikoreicheren aktienbasierten Vergütungsbestandteilen. Bei Aktienüberlassungen, sog. Restricted Stocks, übertragen die Unternehmen ihren Mitarbeitern eine bestimmte Anzahl an Aktien oder einen festgelegten Barwert in Form von Aktien, die erst nach Ablauf einer Sperrfrist verfügbar sind. Der Anteil von Restricted Stocks an der durchschnittlichen Gesamtvergütung US-amerikanischer CEOs ist dabei in 2003 auf 11% gestiegen, gegenüber 7% in 2002. Zugleich stieg der Anteil von Boni (16%) und Festvergütung (12%) jeweils um 3% an.
Die für das Jahr 2003 ermittelten Trends werden sich nach Meinung des Experten für internationale Vorstandsvergütung auch in 2004 fortsetzen. Dazu tragen die überproportionalen Wertzuwächse bei bestimmten Vergütungsinstrumenten bei. Mit Restricted Stocks verdienten CEOs 69% mehr als im Vorjahr. Einen ähnlich hohen Wertzuwachs um 50% gab es bei sog. Performance Awards (Sonderboni). Aktien werden hier nach Ablauf einer Sperrfrist und je nach Erreichen externer und interner Performance-Ziele ausbezahlt. Auch der Wert von Boni und Festgehältern stieg im zweistelligen Bereich. Insgesamt nahm der Wert von Barauszahlungen um 21% zu, während der Verdienst durch langfristige Vergütungsinstrumente um 8% zurückging.
Die Untersuchung basiert auf den von der US-amerikanischen Börsenaufsicht veröffentlichten Proxy-Statements von 46 Fortune 500-Unternehmen zum Stichtag 31. Dezember 2003. Berücksichtigt wurde nur die Vergütung von CEOs, die ihre Position die letzen zwei Berichtsjahre innehatten. Der Wert von Aktienoptionen wurde nach der Black-Scholes-Methode errechnet. Alle langfristigen Vergütungen wurden so diskontiert, dass sie das Verlust- bzw. Verfallsrisiko berücksichtigen.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 20.02.2004

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