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Studie: Hohe Zugangskosten behindern stärkere Internet-Nutzung

dpa BERLIN. Hohe Zugangskosten und unübersichtliche Tarifmodelle für die Internetnutzung sind nach einer aktuellen Studie Haupthindernisse für eine stärkere Nutzung des weltweiten Netzes in Deutschland. Etwa die Hälfte der derzeit über 15 Millionen deutschen Internet-Nutzer hält die Kosten zu hoch, geht aus einer am Montag in Berlin vorgelegten Umfrage des Karlsruher Internet-Portals Web.de und des Marktforschungsinstituts Emnid hervor.

Fast zwei Drittel der insgesamt 3 023 Befragten, die noch online gehen wollen, hätten schlechte bis sehr schlechte Kenntnisse der verschiedenen Internet-Tarifmodelle. Bei günstigeren Tarifen würden mehr Haushalte online gehen und auch länger im Internet surfen, heißt es weiter.

Derzeit nutzten 15,2 Millionen Menschen in Deutschland über 14 Jahre privat das Internet. Fast zwei Drittel seien Männer. Die größte Gruppe der Privatnutzer seien die 30- bis 39-Jährigen. Die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen sei prozentual fast ebenso stark vertreten wie die Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren. Insgesamt planten mehr als 10 % Prozent der Bevölkerung, sich in den nächsten sechs Monaten einen Internetzugang anzuschaffen. Dies sei - verglichen mit bestehenden Online-Haushalten - nochmals ein Zuwachs von fast 50 %.

Für den Zugang ins Internet nutzten etwa 20 % der befragten privaten Internet-Nutzer das so genannte Call-by-Call-Verfahren, bei dem - ähnlich wie beim Telefonieren - der jeweils günstigste Anbieter gewählt werden kann. Nicht durchgesetzt hat sich der Umfrage zufolge bislang die "Flatrate", bei der für einen pauschalen Monatstarif ohne zeitliche Begrenzung das Datennetz genutzt werden kann. Fast 60 % bevorzugten für das Surfen im Netz nutzungsabhängige Gebühren und eine Abrechnung nach Zeit gegenüber einem festen Pauschalpreis. Vielsurfer priesen die Flatrate allerdings als preisgünstigere Variante.

Für die Auswahl eines Online-Dienstes oder Internet-Providers gelten den Angaben zufolge Geschwindkeit (84,7 %), Verfügbarkeit des Dienstes (84,6) und der Preis (78,9) als mit Abstand wichtigste Kriterien. Fast ein Viertel der befragten privaten Internet-Nutzer plane einen Wechsel des Online-Dienstes oder des Internet-Providers.

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