Studie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums
Elektronischer Geschäftsverkehr stark gewachsen

Die deutsche Wirtschaft hat in den letzten beiden Jahren bei der Nutzung des elektronischen Geschäftsverkehrs in der Wirtschaft im internationalen vergleich deutlich aufgeholt und liegt inzwischen in der Spitzengruppe.

Reuters BERLIN. Zu einer von seinem Ministerium in Auftrag gegebenen Studie erklärte Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) am Freitag: "Die Ergebnisse der Untersuchung sind aus deutscher Sicht sehr erfreulich, zum Teil sogar überraschend positiv." Die Studie der Empirica GmbH über Entwicklungsperspektiven des elektronischen Geschäftsverkehrs (E-Business) in Deutschland, Europa und den USA habe ergeben, dass Deutschland bei den Infrastrukturen für E-Business hinter dem Vorreiterland Finnland, aber noch vor den USA, an zweiter Stelle liege.

Noch vor zwei Jahren lagen die deutschen Unternehmen in diesem Bereich nach der Empirica-Studie eher im Mittelfeld des internationalen Geschehens. Die Fortschritte sind dem Ministerium zufolge in vielen Teilbereichen sichtbar. So hätten inzwischen neun von zehn Firmen Zugang zum Internet - 1999 waren es erst gut zwei Drittel. 86 % der deutschen Firmen nutzten e-Mails, das sind 25 %punkte mehr als vor zwei Jahren. Fast zwei Drittel der Betriebe seien mit einer eigenen Web-Site im Internet präsent - 1999 waren es 47 %. Und schließlich nutze inzwischen jeder zweite Betrieb die Möglichkeiten der elektronischen Beschaffung - fast doppelt so viele wie 1999.

Positive Entwicklung setzt sich fort

Diese positive Entwicklung wird sich der Studie zufolge fortsetzen. 2003 dürften danach nur noch fünf Prozent der Betriebe nicht im Internet vertreten sein. Abgebaut worden sei beim elektronischen Geschäftsverkehr in Deutschland auch der Unterschied zwischen Großunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen. Die Unterschiede zwischen Firmen in den alten und neuen Ländern sowie solchen in ländlichen und städtischen Gebieten seien ebenfalls geringer geworden. Allerdings gebe es in Deutschland noch ein Defizit bei der Nutzung der Vielfalt des E-Business. So seien die Anteile der Firmen, die den Online-Datenaustausch nutzten oder Geschäftsvorgänge online abwickelten im internationalen Vergleich noch nicht so hoch.

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