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Studie: Microsoft verliert mit XBox eine Milliarde Dollar

Der Softwaregigant muss in den ersten Jahren ein dickes Minus hinnehmen, bevor er mit der neu entwickelten Spielkonsole Geld verdienen wird, meint die Bank Morgan Stanley.

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afp NEW YORK. Der Vorstoß in die Welt der Computerspielkonsolen wird für den Software-Konzern Microsoft ein teures Vergnügen. Bis 2004 werde das Unternehmen durch seine XBox voraussichtlich fast eine Milliarde Dollar (fast 2,2 Mrd. DM/1,1 Mrd. ?) verlieren, heißt es in einer am Montag (Ortszeit) in New York veröffentlichten Studie der Geschäftsbank Morgan Stanley. Wie in der Branche üblich, werde Microsoft in den ersten Jahren wegen der hohen Entwicklungskosten für die Konsole Verluste verbuchen. Erst dann seien durch den Verkauf von Spielen schwarze Zahlen zu erwarten.

Microsoft will die XBox am 15. November in den USA auf den Markt bringen, am 22. November in Japan und am 14. März kommenden Jahres in Europa. Allein die Werbekampagne kostet das Unternehmen, das damit erstmals ernsthaft in den Bereich der Hardware vorstößt, 500 Mill. Dollar.

Morgan-Stanley-Staranalystin Mary Meeker rechnet in der Studie damit, dass die XBox sich im Ende Juni auslaufenden Geschäftsjahr 2001/2002 mit Verlusten von 650 bis 700 Mill. Dollar niederschlagen wird. Sollte es Microsoft gelingen, dem Marktführer Sony mit seiner Playstation2 ernsthaft Konkurrenz zu machen, seien im Geschäftsjahr 2003/2004 schwarze Zahlen bei einem Umsatz von 3,5 Mrd. Dollar möglich.

Morgan Stanley rechnet damit, dass zwischen 2001 und 2006 weltweit 120 Mill. Konsolen verkauft werden. Für Microsoft sehen die Experten einen möglichen Marktanteil von 20 bis 25 %.

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